Hochzeits-Outfit./ MOH Outfit – A review.

Trotz einiger ungeplanter Pausen und akutem Spinnwahn sind Kleid und Jacke für meinen Auftritt als Trauzeugin noch rechtzeitig fertig geworden. Beim Kleid stand für das Oberteil das Muster Bamboo Shoot aus dem Buch Pattern Magic von Tomoko Nakamichi Pate, der Rock ist dem Rockteil vom Schnittmuster Simplicity 3541 nachempfunden. Die Jacke ist, wie letztes Mal erwähnt, aus einer Patrones Tallas Grandes, April 2007-61.
Though some stuff went head over heel and despite my momentary obsession with spinning I finished dress and jacket for my MOH obligation in time. For the dress I made a bamboo shoot bodice according to the instructions in Tomoko Nakamichis book Pattern Magic; the skirt part is an interpretation of my tried ’n trusted Simplicity 3541 dress sewing kit. The jacket is from the Patrones Tallas Grandes April 2007 magazine, No. 61.


Der Versuch einer Detailaufnahme von der Faltung, wobei das bei Schwarz natürlich einigermaßen hoffnungslos ist.
Trying in vain to show the pleats in the bodice

Zunächst zum Kleid. Der Stoff ist schwarzes Leinen vom Stoffmarkt für 5 €/m, als Futter für das Oberteil musste schwarze Ditte von Ikea herhalten.
Abgesehen von Kleinigkeiten wie der Größenverteilung beim größerkopierbaren Basisschnitt, die mir entschieden zu klein war (Taille bei 70 cm in Größe XL, hahaaaa!) bin ich sehr angetan von Pattern Magic. Zwar ist es nicht so, dass ich die Anleitung für den Bambusschößling gelesen hatte und mir dachte: Oh, ja klar, so geht das. Na, dann schnippel‘ ich mal. Zweifel und Kopfkratzen sind, besonders am Anfang, in mehr als nur homöopathischen Dosen vorhanden gewesen, aber als das erste Probeteil dann genäht war, konnte man sehen, dass das Grundprinzip funktioniert. Mir machten die manchmal recht sparsamen Anweisungen Kopfzerbrechen. Zum einen war mir nicht wirklich klar, wann und wie ich die Abnäher des Grundschnittes zulegen sollte. Beim Probemodell hatte ich die Längsabnäher zugelegt und die Brustabnäher vor lauter Gefalte schlichtweg vergessen. Anschließend habe ich frei Schnauze den Schnitt gespreizt. Im Ergebnis kam eine Oberweite heraus, für die ich mir Brüste wie Wassermelonen hätte wachsen lassen müssen.
Im Anschlussversuch versuchte ich, den Inhalt der zugelegten Abnäher in die Schnittmusterzwischenräume (was’n Wort!) zu bauen und prompt passte das Ganz auch viel besser.
Mein anderes „Problem“ war, wie lang die überhangenden „Lappen“, aus denen das Bambusmuster entsteht, zugeschnitten werden sollten. Ich hab sie erstmal lang hängen lassen und dann beim Nähen gekürzt. Eine etwas ausführlichere Erklärung hätte ich trotzdem gern gehabt. Wenn man derlei Klippen erstmal umschifft hat, steht einem ausgefallenen Origamidesign nichts mehr im Wege, also gibt’s für dieses Muster ein deutliches Daumen hoch!
Der Rockteil war weder spektakulär noch problematisch, insofern fällt mir nicht ein, was ich dazu schreiben sollte.

The dress fabric is black linen. I figured that I wouldn’t be able to transport the dress to the wedding without creases anyway so I decided to declare that as fashion. The lining of the bodice is 100% black cotton from IKEA.
Apart from some marginal dislikes (like the sizing of the sloper in the book [XL has a 70 cm waist, haha]) I loved working with the Pattern Magic book. It can’t hurt to bring some sewing experience to the table as the instructions aren’t always crystal clear but if you’re willing to sew a muslin, there’s a fair chance that everything will work out right. I struggled a bit with turning the darts into the space between the bamboo shoot parts. First time it turned out wrong and I would have needed breast the size of watermelons to fit into that muslin.
Another „issue“ I ran into was how long to cut the shoot parts. I didn’t get whether you were just to add a regular seam allowance or to let all the excess fabric hang down. A little more explanation might have helped here.
The skirt part was easy and boring as expected, so not much to say here.

Resume: If you manage the little kinks, it is totally possible to make an extravagant garment using this book. I totally recommend this for any interested sewer with a little experience under the belt.

Die Jacke Patrones April 2007-61 habe ich aus dem (lekker teuren) Holland-Brokat aus Alkmaar zugeschnitten. Der Stoff liess sich grundsätzlich sehr gut verarbeiten, aber das Gefussel an den Schnittkanten ging mir trotzdem ziemlich auf den Senkel. Das Schnittmuster der Jacke fiel insbesondere dadurch positiv auf, dass die Ärmel dieses Mal traumhaft ins Ärmelloch passten (und sie mussten noch nicht mal eingekräuselt werden). Ich habe meinen Augen kaum getraut; ich glaube, ich habe noch nie so entspannt Ärmel eingesetzt. Für eine bessere Passform machte ich folgende Änderungen:
Taille um 3 cm nach unten versetzt
Hüftverbreiterung
Kürzung in der rückwärtigen Mitte fürs Hohlkreuz
breitere Ärmel für moppelige Ärmchen
Längenzugabe an der hinteren Mitte für einen runden Hintern.

Außerdem stellte ich beim Anprobieren des Probemodells fest, dass die vom Saum ausgehenden Abnäher im Rückenteil bei mir keine guten Dienste leisten, deshalb habe ich sie zu fischförmigen Abnähern umgeändert. Optisch haben mir die inneren Manschetten (die wären in dem cremefarbenen Stoff gewesen) nicht gefallen und außerdem war der Stoff des Teufels, gewissermaßen. Wie man gleichzeitig so hübsch und so zickig sein kann, weiß ich echt nicht…🙂.
Ansonsten war bei der Arbeit an der Jacke wenig Besonderes. Das Einzige wäre vielleicht, dass ich viel weniger Fehler gemacht habe als normal.😀

For the Patrones jacket I used the brocade that I bought on last year’s vacation in Alkmaar (NL). In general the fabric was a dream to work with if if weren’t for the fraying at the cutting edges. The most astounding and mentionable fact about this pattern was how well the sleeves fit into the armscye. I think I never had a pattern where setting in the sleeves was that easy.
I made some alterations for a better fit, as there were:
lowered the waist about 3 cm
hip upgrade
swayback adjustment
sleeve adjustment for a bigger biceps
length adjustment for a bubble butt.

Other than that the muslin showed that the vertical back darts didn’t work for me as they were, so I changed them into fish-like darts instead of letting them start at the hem. Designwise I omitted the inner set of cuffs (which would have been in the offwhite fabric from hell that refused to be ironed without crumpling to death). Apart from that I assembled the jacket without major problems and I seldomly had to rip anything.😀


Oh, und hier noch ein Foto von den Accessoires.
Oh, and here are the accessories I am combining with the garments.

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