Knipmode 07/2010 – A review.

Nun ist die Juli-Knip da, und mit ihr als Beilage eine Fast Fashion. Von der las ich im deutschen Forum schon manchmal und gerade die sehr jungen Näherinnen waren von ihr sehr begeistert. Versprochen werden 46 Klamotten für hippe Girls zum Selbermachen und bei ersten Reingucken zeigt sich: Genau das bekommt man auch. Keine Schnittmuster, keine schwierigen Zwischenschritte, diese Zeitschrift ist quasi Selbstmachmode-to-go. Bei vielen Designs schnappt man sich als Basis Kaufkleidung und peppt diese dann mit verschiedenen Hilfsmitteln auf. Das meiste davon ist mir mit Anfang Dreißig schon deutlich zu jung, aber manche Ideen sind schon ganz witzig. So wird aus einem Top ein elfenartiges Kleid, in dem Jerseydreiecke zuschneidet und die als Rockteil wild übereinander liegt und dann mit der Maschine zusammentackert. Dann geht das Ganze noch in ein erfrischendes Farbbad „Grün“ und – wupp – ist das Kleid fertig.
Ich glaube, als ich so… hm… 16 war, hätte ich eine derartige Zeitschrift super gefunden. Kein Gefrickel mit Schnittmusterbögen und der elendigen Abpauserei, und man kann einfach machen. Und mit Farbe panschen tu ich ja bis heute noch ganz gerne😉. Also: Daumen hoch für die Fast Fashion, auch wenn ich nicht zur Zielgruppe gehöre.

In der regulären Knip macht das Thema Urlaubsmode den Anfang, wenig verwunderlich, wenn man die Jahreszeit in Betracht zieht. Das Hauptaugenmerk bei den gezeigten Designs liegt, wenn ich es richtig verstehe, dass die Klamotten nicht nur stylisch, sondern auch koffertauglich sein sollen. Dementsprechend findet sich hier viel Jersey, Jeans und eher Knitterarmes in den Modellen. Ich mag hier Top 4 mit Raffungen in den Seitennähten (vorne) und V-Ausschnitt, die kurze Weste Nr. 14 und als absolutes Lieblingsteil die antaillierte Jeansjacke Nr. 11b. Diese Jacke hat alle klassischen Nähte und Merkmale, die man an einer Jeansjacke erwartet, ist aber durch leichte Taillierung schön feminin. Und ’ne Jeans-Jacke gehört einfach in einen Kleiderschrank, finde ich.

Unter dem Titel Korallenpracht werden Sachen in eben jenem Farbton gezeigt, wobei mir die Farbe so gar nix ist. Allerdings ist die Marlenenhose Nr. 9 mit sehr weiten Beinen und erhöhter Taille recht hübsch.

Weiter im Text. Als Kombinationsteil des Monats wird ein Röhrenkleid vorgestellt und ich bin entzückt. Schwarzweiß geringelt ist es nämlich, und ich steh‘ doch so auf Streifen. Im ersten Bild wird dazu eine vertikal schwarz-weiß gestreifte Jacke gezeigt. Haben will. Aber so ein Röhrenkleid ist ja eh nix für mich… seufz.

In der Kleiderparade laufen mir diverse Ausführungen von Kleidern über den Weg. Was’n Wunder. Dieses Mal wird jedes der drei Kleider in drei verschiedenen Ausführungen präsentiert… hmm… so richtig gefallen tut mir da jetzt nix. Naja, das Hemdblusenkleid ist schon ganz nett, aber nicht direkt neu😉 und Kleid 21 ist zwar ganz hübsch, aber mit Dolmanärmeln? ich weiß nicht. Ich mag die einfach nicht.

Nach den Anleitungen gibt es eine recht interessante Seite, die darüber aufklären will, welche Modelle aus dieser Ausgabe an welcher Körperform am Besten aussehen könnten. Die Knip ist hierbei, wie es scheint, auch ein Anhänger der Schule, die versucht, die unterrepräsentierten Regionen breiter erscheinen zu lassen als die zu moppeligen Stellen zu kaschieren. Find‘ ich gut, die Sache mit dem Kaschieren funktioniert für mich eh nicht.🙂

Anschließend feiert man ein Straßenfest und zieht dazu teils hübsche, teils nicht hübsche Knipmodelle an. Meine Favoriten hier sind der glockig geschnittene Wickelrock Nr. 2, die weiße Jacke Nr. 11 a (eine lange Variante des Jenasjackenschnittes) und Kleid Nr. 1. Das ist ärmellos und eigentlich relativ schlicht, aber im Ausschnitt wird geschnürt. Für mich ist das genau die richtige Mischung zwischen Hingucker und Schlichtheit. Schön.

Nach den mal wieder grenzwertig ausgewählten Topstücken folgt last, but not least, die XL-Mode und endlich gibt mir die Knip mal wieder hübsches Zeugs. Von den insgesamt 6 Klamottenvarianten, die gezeigt werden, gefällt mir alles bis auf die Bermudaversion von Hose 15. Und sobald ich hier mit dem Getippsel fertig bin, werde ich Nr. 17 abpausen (ob nun in Kleid- oder Oberteillänge, weiß ich noch nicht).

Das Raderloos-Modell in diesem Monat ist ein hüftlanges Top, das aus je einem Rechteck für Vorder- und Rückenteil und zwei kleineren Rechtecken als Ärmeln besteht. Schlicht, einfach und wenn’s einem gefällt… warum nicht?

Der August-Vorgucker sieht vielversprechend aus, die bunt gemixten Kleider sind toll. Außerdem gibbet Taschenschnittmuster und Moppelmode im Stile von Purdey (Höh? Ah! Det is’n niederländischer Retailer.). Mehr erfahren die Niederländer ab dem 6. Juli und wir… wir ein bisschen später.

Mein Fazit zu dieser Ausgabe ist ein positives. Es sind diesmal viele Moppelklamotten drin, die mir gefallen und auch in den Normalstrecken halten sich die Scheußlichkeiten deutlich in Grenzen. Alles in allem ist die Juliknip mir sehr sympathisch.🙂

My Knipmode for July recently arrived and I thought I share my impressions… same procedure as every month😉. This month’s issue comes with a copy of „Fast Fashion“, a little magazine adressed to the younger seamstress. On the German sewing board I read that many, mostly younger fellow sewers, loved an older issue of the „Fast Fashion“ dearly and looking inside the magazine, I begin to understand why. There are no patterns, each and every garment can be done by refashioning basic storebought clothes or cutting fabric according to the given dimensions. Out come fashionable and mostly cute pieces for a young audience. It is like sew ’n go🙂 and I think the concept is great to spark interest in sewing in the younger crowd. Examples for the styles in „Fast Fashion“ are tabk tops, that are embellished with jersey triangles to make a cute elvish-looking dress or fabric rectangulars draped to create a cowl neck top. I’d say: Well done, Knipmode.

The regular Knipmode begins with vacation wear (like last July, if I recall that correctly). Vacation wear in Knip means casual and suitable for the suitcase, so there are loads of jersey and denim items to be found. I like top No. 4 with ruching at the side seams and a v neckline and the cut of vest no. 14 (white and short) but my best pick is the semifitted denim jacket no. 11 b. This jacket features all elements of a classic jean jacket but the waisted cut adds a bit femininity, and who does not need a jean jacket ;?

Next up are coral coloured clothes. I personally do not like the colour much but the wide legged and high waisted trousers no. 9 are cute.

After that the coordinate piece of the month gets presented and I love this black and white striped tube dress lots and I only wish that the pattern for the vertically striped jacket were in the mag also.
Introducing the dress parade there are three more or less nice dresses shown in different versions on different bodies. I am not much into any of that though the shirt dress looks okay…ish.

Following the instructional pages Knip gives a brief overlook about which pattern design suits which body type best and I think, this page is quite interesting. I take it that there are different approaches to the topic and Knipmode goes with emphasizing the underrepresented body parts to form a perfect hour glass – as I like it best myself. There isn’t much sense in trying to hide my wide hips anyway😉.

The title „Street festivity“ brings us a very cute wrap skirt (No. 2). I like this design much because of its a line shape which is different from the usual wrap skirt. Other than that the longer version of the jean jacket and dress No. 1 are my favourites. The dress itself is quite frugal but I just love the lacing on the neck line which gives a very nice twist. All in all the dress is a beautiful balancing act between simplicity and eye-catching detailing.

The plus size section holds beautiful patterns this time and I like all of them except for the bermuda length trousers and I already have plans for the tunic no. 17 and my zebrapatterned mesh knit.
„Raderloos“ is a hip length top consisting of two big rectangulars for the front and back piece and two smaller rectangulars for the sleeves. It is quick, simple, and if you are into the look… why not?
The August preview looks nice enough and I am intrigued by the „patchwork“ dresses. The plus size section gets clothing inspired by Purdey, a Dutch retailer. The August issue is available in Dutch stores from July, 6th.

My conclusion on this month’s issue is a positive one. This time I love a lot of the plus size garments and the regular sized designs are not too shabby either. So I’d say „très sympa“!

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