Der Nachbau./ The knock off. – The good, the bad and the ugly.

Part 1, 2, 3, 4 und 5.

Nur für den Fall, dass sich jemand vom Drama in tutto ein Bild machen möchte😉./ The links to the previous parts. Just in case you like to see the story in full length.😉 The English version of this post is to be found after my German ramblings.

Original

Gerade eben sagte ich zum Gatten:
„Hmm, nun habe ich die Bilder hochgeladen und jetzt weiß ich gar nicht, was ich dazu schreiben soll.“

Irgendwie fällt es mir schwer, etwas an diesem Kleid besonders zu loben, obwohl das Ergebnis gar nicht soooo schlecht aussieht, wie es mir in den letzten Zügen des Nähens erschien. Perfekt ist trotzdem anders.

Naja, ich fange mal mit dem Guten an:

  • Am Ende isses tragbar und tatsächlich finde ich, dass mir das Kleid vom Stil her recht gut steht.
  • Ich habe in Schnittkonstruktion und Draping hineingeschnuppert und am Drapieren tatsächlich Spaß gefunden.🙂
  • Ich habe den Chiffon besiegt.

Was mich zum schlechten Teil führt:

Meine Stoffwahl war irgendwie… daneben. So schön der Chiffon auf dem Ballen auch aussah, muss man doch eine der folgenden Schlüsselqualifikationen mitbringen, um ihn zu verarbeiten:

a) eine Schneiderlehre,

b) zwei bis drei Zuschneidewichtel,

c) Geduld oder

d) Freude am Leiden.

Ich habe, wie man sich denken kann, nix von alledem und so habe ich schon beim Zuschneiden die Weichen für den Kampf mit dem Kleid gestellt. Zu meiner Verteidigung ist zu sagen, dass ich bislang erst einmal mit Chiffon gearbeitet habe (und das ist schief gegangen. Hätte mir das irgendwas sagen sollen?)

Deshalb hatte ich keine rechte Vorstellung davon, wie zickig Chiffon sein kann und schnitt munter zu. Probeteil 2 saß gut, und so schnippelte ich an meinen Schnitteilen entlang, ohne sogleich zu bemerken, dass der Stoff sich unter der Schere leicht bewegte. Hmph. Im Endeffekt führte das dazu, dass die ersten Schnittteile etwas kurz und dafür etwas breit wurden. Also, nochmal zugeschnitten und damit schon ganz zu Anfang die eingeplante Stoffreserve verbraucht.

Das führte dann zum unschönen Effekt, dass ich das Muster hinten nicht so recht aufeinander abstimmen konnte – also: eigentlich gar nicht – , wodurch die Naht nun unschön betont wird. Obenrum habe ich bei der Feier eh das Jerseyjäckchen an, aber im Rockteil ärgert es mich ein bisschen.

Richtig hässlich wurde dann noch der Kampf mit den Trägern, denn ich habe es um alles in der Welt nicht hinbekommen, dass die BH-Träger komplett verdeckt werden. Ich habe allein daran – mit zwischenzeitlichen Erholungspausen, der Nerven wegen😉, 2 Wochen gefrickelt und es ist immer noch nicht perfekt. Da ich zwischenzeitlich so angefressen von diesem Kleid war, dass sich die Frage stellte: „Jetzt fertigmachen oder ein Ufo bis in alle Ewigkeit?“ habe ich mich schließlich durchgerungen, die Träger zu akzeptieren, wie sie sind, und es einfach zu Ende zu bringen.

Im Schlussspurt erwies sich dann der Chiffon noch beim Säumen als extrem unkooperativ, so dass ich den eigentlich angedachten schmalen Saum zum Düwel jagte und dem biestigen Stoff schließlich mit einem Overlockrollsaum zu Leibe rückte. Hah!🙂

Und auch, wenn das Kleid mich bis kurz vor die Verzweiflung und zurück getrieben hat: Geld gespart hat’s ja. Aber nur, weil man Nerven nicht kaufen kann. Seufz. Das Original hätte 430 € gekostet, allerdings auch aus Stoff mit Seidenanteil. Wenn ich nun mal meine Ausgaben für das Kleid überschlage, bin ich mit etwa 30 € doch recht günstig davon gekommen. Ohne die Nerven, wie gesagt😉.

So there it is, my knocked off dress, and now I am sitting here on the sofa and don’t know what to say about it. Certainly does it not look as bad as I thought it would at the final stages of finishing this dress but it isn’t perfect either.

But let’s begin with the good things:

  • It IS wearable and I think the general style is flattering on me.
  • I took a glance at pattern drafting and draping and actually discovered that I love draping. I should make more use of the draping book in the future.
  • I defeated the chiffon.

Which leads me to the bad part – the battle with the chiffon. I made a poor choice with buying this fabric b/c as nice as it looks on a bolt I found out that you better have at least one of the the following if working with chiffon:

a) profound education as a seamstress

b) two or three helpful elves when it comes to cutting

c) patience

d) the ability to find comfort in suffering.

Needless to say that I have neither quality and so handling the chiffon was a p.i.t.a. at large. To my defense: I haven’t had a lot of experience mith this kind of material, indeed I’ve worked with chiffon only once (and that ended in a hot mess! Could that have been supposed to tell me something?).
To make a long story short: I didn’t see the problems coming. Being very content with the outcome of muslin no. 2 I took my pattern pieces und just cut. While doing so I didn’t realize that the fabric moved slightly under my scissors. As an effect to that my first pieces were a bit short but wider than intended. So I decided to re-cut the first pieces which ate up all of my extra yardage just in the beginning of the project.

In the following I was unable to match the center back seams *sigh*. Dealing with the front straps was even worse (now we are entering the ugly part). Though I spent two weeks on and off on this problem the front straps do not cover the straps of the bra I intend to wear with the dress. That plus the chiffon mess brought me to the point where I just wanted to end this project either way, like „Finish it know or it’ll be a UFO forever.“

So I kind of gave up and finished it without further consideration of the bra issue. I’ll wear the knit bolero you see in the picture anyway.

At the last stage (= hemming) the chiffon rebeled once again and I gave up my idea of a narrow hem and made a rolled hem with my serger. Did I ever mention that I love my serger?😉

Conclusion: After all the dress had sent me through it was a bargain. (That is because you can’t buy new nerves, so there is no price to those.) The overall costs were about 30 €, in comparison to the original’s price of approx. 430 €.

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