Knipmode 03-2010-14. Eine Uniformjacke. Teil 2.

Teil 1./ Part 1.
Following the German part there is an English version of this post.

Wie ich ja schon im Post zum Stoffmarkt schrieb, ist nun auch die Uniformjacke aus der März-Knip fertig. Erstaunlicherweise gingen mir die restlichen Arbeiten an dem Teilchen viel schneller von der Hand als erwartet. Gerade mal drei Stunden waren noch nötig, um Kragen, Ärmel und Futter zusammenzudengeln.

Allerdings habe ich auch nicht so dämliche Fehler gemacht wie beim Zusammensetzen des Jackenrückens zuvor. Dieser Teil des Dramas ist im Bericht neulich der Zensur dem schlechten Gedächtnis zum Opfer gefallen. Ich habe es nämlich tatsächlich geschafft, die paar Teile des Jackenrückens insgesamt 3 Mal falsch zusammenzusetzen. Das geht nicht, sagt ihr? Klar geht das:

  • Nicht hingeguckt, nicht nachgedacht und die mittleren Rückenteile mit dem Halsschnitt den Außenkanten zugewandt zusammengenäht. (Schön weitergearbeitet, Seitenteile angesetzt, Schnallenteile angeheftet und zwischengefasst und sich dann gewundert, was der Halsausschnitt so komisch aussieht.)

Aufgetrennt.

  • Höllisch aufgepasst und die Halsauschnitte zur Mittelnaht hingedreht. Schön links auf links zusammengenäht. Links auf links? Sch… rott.

Aufgetrennt.

  • Jetzt aber: Rückwärtige Teile rechts auf rechts, Halsausschnitt zur rückwärtigen Mitte, nähen, Seitenteile ansetzen, die gehefteten Schnallenbänder dabei mitfassen. Angucken, für gut befinden, aufatmen. Dann mal anhalten und feststellen, dass man die Ansetzzeichen falsch gelesen hat und die Schnalle zu hoch sitzt. Seufzen. Auftrennen. Tiefer setzen, Zusammennähen und endlich zufrieden sein.

Heureka.

Ja. Das war das. Wie schon gesagt, der Rest gestaltete sich dann unkomplizierter.
Ich habe den Kragen angeheftet und dann das Futter mit den vorderen Belegen an die Jacke genäht. Hierbei war ich mal wieder ein bisschen doof, denn erst danach stellte ich fest, dass ich vergessen habe, zunächst die Ärmel einzusetzen. Glücklicherweise konnte ich das aber nachholen, ohne noch mal das Futter raustrennen zu müssen.
Anschließend habe ich, nachdem ein Nebensatz im Hobbyschneiderinnen-Forum in meinem Kopf einen ganzen Lampenladen zum Leuchten brachte, zum ersten Mal das Jackenfutter mit der Maschine an die selbstgebauten Saumbelege angenäht.

Der Trick dabei ist, die Jacke hinterher durch einen der Ärmel zu wenden. In denen (oder zumindest in einem von ihnen) wird das Futter noch nicht mit dem Oberstoff verbunden, so dass man die erforderliche Wendeöffnung und ein gefällig angesäumtes Futter hat. Erst nach dem Wenden näht man Ärmel und Futterärmel aneinander.
Bei der Jacke im konkreten Fall war das sogar ebenfalls maschinell zu bewerkstelligen, weil das Schnittmuster angesetzte Manschetten hat, die eh noch durchgesteppt werden mussten. Toll! Man kann sich gar nicht vorstellen, wie froh ich bin, dass ich dank dieser Entdeckung nicht mehr händisch zwangsanstaffieren muss.

In Sachen Getüdel verwarf ich die anfängliche Idee, die Knopflöcher und Knöpfe mit Ripsband zu verzieren. Gefallen hätte mir das zwar, aber beim Ausprobieren stellte sich heraus, dass die Platzierung des Bandes ein elendiges Gefrickel ist und ehrlich gesagt hatte ich Angst, mir entweder mit schiefem Band oder mit Einstichlöchern nach dem Wiederabtrennen die eigentlich sehr gemochte Jacke zu versauen. Also: keine Bänder. Mit dem Ergebnis bin ich trotzdem recht zufrieden.

As I mentioned in the post on the „Stoffmarkt“ visit I finished my uniform jacket from Knipmode 03-2010 recently. From the point I was at when posting last about this jacket it took a mere three hours to finish. Humm, it might have been this quick because I didn’t make the same load of mistakes that I did before. I forgot to mention that it took me 4 attempts to assemble the jacket’s back correctly. Yes, you read that right: FOUR attempts. I would have never imagined that there are three different ways to do it wrong.

  • At first I was distracted or something and sewed the center back pieces together with the neckline at the outer ends. (I didn’t realise my mistake until I had joined the side back pieces and sewn in the buckle straps. Sigh.)

Where is my seam ripper?

  • After that incident I paid close attention and assured that the neckline curves faced the center back seam as they should and sewed the back seam. With wrong sides of fabric together. I was lucky I noticed this mistake right after I sewed the seam. Sigh.

Where was my seam ripper, again?

  • Grumble. Now I was highly alert and determined to sew this darn jacket back correctly. Neckline facing the back seam? Check. Right sides together? Check. I sewed the back seam…basted the buckle straps in place … joined the side panels. Looking at the result I was satisfied until I draped the back on my dress form just to realise that I had mistaken the notch marks for the buckle strap insertion. The straps were positioned too high.
    Sigh. Once more ripping the seams. Then I lowered the buckle straps, sewed the seams one last time and the jacket’s back was done.

Heureka. That was that. As mentioned before the rest of the journey to the jacket of my dreams was a walk in the park. I basted the collar in place and married the lining with the front facings to the outer shell of the jacket. At this point I was a bit stupid once again because I forgot to set in the sleeves before sewing in the lining but luckily this mishap was easy to resolve.

Then I sewed the lining to the hem facings of the jacket using a technique that was mentioned in passing in a thread on a German sewing board. This specific trick allows to machine sew the lining to the hem. You only have to provide a possibility to turn the jacket at another less visible seam, e. g. the sleeve seam or hem. I turned the jacket through the sleeve’s hem as I had to add the cuffs later anyway. I LOVE this technique. Never again will I be forced to handstitch the lining to the hem facings. Yay.

At last I had some decisions to make regarding embroidery. Totally against my true nature😉 I was willing to use grosgrain ribbon to embellish the middle front around the buttons and the buttonholes. But as proven by the pictures of the finished jacket I shied away because I was afraid that I would mess up the well liked jacket with either wonky trim embroidery or visible holes from the stitches after having removed the wonky trim. So: no grosgrain ribbon for me. I like my jacket anyway.🙂

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