Knipmode 02/2010 – A review.

Nun halte ich also die Februar- Knip für dieses Jahr in den Händen. Das Cover spricht mit der sehr aquarelligen Farbgebung grad nicht so an, aber man soll Bücher ja nicht nach dem Einband beurteilen. Die Inhalte klingen demgegenüber ganz gut; es geht um Must-Haves, Mode, wie sie Michelle Obama trägt, Trenchcoats, Basics und Schwarz für Moppel.

Hm, bei Schwarz für Moppel bin ich dabei🙂. Außerdem gibt es wohl wieder Schnittmuster auch in Kurz- und Langgrößen.

Unter der Überschrift „All seasons“ werden die 10 Must-Haves präsentiert (denke ich). Den Trenchcoat Nr. 7 a finde ich hübsch und das Wickelkleidchen Nr. 21 mit Rüschen am Ausschnitt ist auch nicht schlecht. Demgegenüber ist die Hose Nr. 2, die auch in Kurz- und Langgröße angeboten wird, einigermaßen scheußlich. Da können Karottenhosen mit Bundfalten in dieser Saison noch so trendig sein, gefallen werden sie mir nicht. Jäckchen Nr. 1 (auch in Kurz-und Langgröße) zeigt 5/8 Ärmel mit tieeeefen Falten und noch ein bis zwei andere interessante Details… die finde ich gut.
Oh, und bei den technischen Zeichnungen sieht man endlich, was mich auf der vorhergehenden Seite bei der einen Weste so irritiert hat: Die Weste 20 a hat doppelte Vorderteile, einmal mit Knopf zum Schließen der Angelegenheit und einmal länger und schalartig wallend. Ob’s mir gefällt, kann ich eigentlich gar nicht sagen, aber zumindest mag ich, dass mal neue Ideen gezeigt werden.

Weiter geht es mit Schwarz-Bunten. Klamotten, nicht Kühen😉. Hm. Brumm. Auf der ersten Seite dieser Modestrecke bin ich noch nicht überzeugt. Zwar ist das vorgestellte Hemdblusenkleid mal nicht der klassische 08/15-Schnitt mit Knopfleiste, aber die andere Schnittführung sorgt dafür, dass es am Bauch schön pludert. Ich weiß nicht, was andere Plusgrößen dazu denken, aber ich steh‘ da nicht drauf. Gar nicht.
Außerdem sieht der schwatte Mantel, den das Model zum Kleid trägt, viel interessanter aus. Da hätte ich mich wahrscheinlich über das Schnittmuster mehr gefreut.
Die gegenüberliegende Seite bietet eine Jacke mit 3/4-langem Arm und eine recht brauchbare Hose, aber der Oberknaller sind diese Schnitte jetzt nicht. Brauchbar, aber nicht aufregend.
Wenn man umblättert, wird es noch schlimmer, jedenfalls, sofern man wie ich über eine breite Hüfte und ein dickes Hinterteil verfügt. Die gezeigte Tunika hat auf Hüfthöhe eine breite, angesetzte Saumrüsche… Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass die Tunika einfach gerade herunter verlängert gar nicht soooo schlecht aussähe. Ein Fall für die B-Liste, denke ich. Das Kleid wird in schwarz auch nicht vorteilhafter und schon ist die Moppelmode wieder vorbei. Brummel, schon wieder so ein enttäuschender Monat.

Als nächstes widmet man sich der „Stilikone“ Michelle Obama. Wie man in amerikanischen Foren beobachten konnte, lösten deren Outfits gerade zu Beginn der Amtszeit Diskussionen aus, wie man sie sich in Deutschland kaum vorstellen kann. Hier belächelt man ab und zu mal Angela Merkels Damenuniform oder fragt sich, warum sie manchmal Farben trägt, die sie todkrank aussehen lassen, aber Aufruhr um Politiker- oder gar Politikergattinnenkleidung ist doch eher selten🙂.
Ich persönlich denke, dass Frau Obama sich schon anzuziehen weiß, und dass ihr moderner Stil im Vergleich zu früheren First Ladies hauptsächlich der Tatsache geschuldet ist, dass sie sich kleidet wie eine Businessfrau ihres Alters und nicht wie die Mutter der Nation😉.
Die Knip versucht jedenfalls, den Stil der Michelle Obama in einigen wenigen Schnittmuster herüberzubringen, was allerdings nur begrenzt gelingt. Die meisten als Vorbilder gewählten Outfits sind nämlich leider Gottes die biederen Teile aus Frau Obamas Schrank. Das lila Etuikleid mit schleifenverziertem Mantel könnte, wenn es nur zehn cm länger wäre und es einen farblich passenden Hut dazu gäbe, auch von der Queen getragen werden. Brrr. Das Hemdblusenkleid Nr. 9 ist zwar ganz schön und auch in der Schnittführung pfiffig, aber nix, wofür in meinem Universum jemand zur Stilikone werden würde. Hmm… ich glaube, ich hätte andere Outfits zum Vorbild genommen. Ich habe gerade mal gegooglet. Bei der englischen Vogue gibt es eine entsprechende Outfitgalerie und da sind doch einige Sachen dabei, die ich wesentlich schöner und charakteristischer finde, z. B.

das
oder das
oder sogar das.
Und das hier finde ich großartig.
Schade, das Thema hätte soviel interessanter sein können.

So blättere ich halt weiter und – ich fasse es kaum – mir springt schon wieder ein Raderloos-Modell entgegen, dass mir gefällt. Am Ende wird das noch zur lieben Gewohnheit. Dieses Mal ist es einer von diesen sackigen Boleros, die gerade hochmodern sind. Da könnte man ja fast schwach werden.

Klamotten für jedes Alter sind danach das leitende Thema der Modelle. Man bekommt noch mal das Wickelkleid vom Anfang zu sehen und eine Jacke mit einem locker fallenden Schalkragen, die auch gerade in dem Wildleder, recht hübsch ist.
Es folgt der Anleitungsteil und danach geht es an den Trenchcoat. Hier bekommt man verschiedene Modelle einmal in kurz und einmal in einer langen Variante angeboten. Schnitt Nr. 7 ist für mich der Inbegriff des klassischen Trenchcoat, mit einem schmalen Unterteil, Schulter- und Rückenpassen und hübschen Epauletten. Modell Nr. 8 ist dagegen mädchenhafter mit einem glockigen, angesetzten Unterteil, Raglanärmeln und der einreihigen Verschlusslösung. Allerdings sehen beide Varianten sehr schick aus, und meiner Meinung nach könnte allein der Wunsch nach einem schicken Trenchcoat den Kauf dieser Ausgabe rechfertigen.
Die Expertenwahl gefällt mir, bis auf den Trench, mal wieder gar nicht… vielleicht sollte ich mir für diese Rubrik einen Mantel des Schweigens nähen😉.

Die letzte Modestrecke hält auch nicht mehr soooo viel parat, meine persönlichen Highlights sind hier die Jeans 16 a mit weit auslaufendem Bein und die zu strickende Jacke Nr. 24, die seeehr kuschelig aussieht. Die Catwalk-Accessoires zum Nachbasteln sind gar nicht mein Fall, und so lande ich am Ende dieser Ausgabe.

Ich glaube, man hört es heraus, diesen Monat ist das Fazit eher mau. Ein Teil für die B-Liste, zwei weitere Teile, die gefallen: Das ging schon mal besser. Da ist wohl Daumendrücken für die Märzausgabe angesagt. Die erscheint ab 9. Februar in den niederländischen Läden und verwöhnt uns mit einer Sommerbeilage. Ich gucke raus in den Schnee und warte gespannt, was da wohl kommen mag.

Today my issue of the february Knipmode laid in the mailbox. From the first look I am not too much into the cover design… the chosen colours are pastels and I don’t like the shown patterns either. But I shouldn’t judge a book by its cover, so I simply hope for the best concerning this month’s issue. The contents promised on the title are must haves, fashion in Michelle Obama’s style, trench coats, Basics and black for plus sizes.
I am totally willing to buy that😉. Oh, and there are some patterns in petite and tall sizes again.

„All seasons“ is the headline for the 10 must haves. Some of the items are very cute, I like especially the trench coat No. 7 and the wrap dress with ruffles is also very nice. A definite don’t-like for me are the trousers No. 2 though they come in petite and tall sizes. I cannot bring myself to like carrot shapes pants, no matter how much en vogue they may be. The coordinating jacket that is worn to the trousers is much more of my taste. Said jacket No. 1 features deep pleats on the cropped sleeves and some more intrcate detailing. This pattern is a winner to me.
Another new idea is presented with the vest No. 20 a. The front is constructed of two layers: the lower layers hold the button to close the vest while the upper front parts are a little longer and flowing losely from the neck. I am not quite sure whether I actually like the look but at least I love that the magazine shows some new ideas.

The next topic is black for plus sizes. And what I am looking at is underwhelming, at least on the first to pages. The best I can say about the shirt dress is that the design is unusual. They omitted the classic front button stay for something I find far more unflattering because the top part bulks around the stomach. Maybe it’s just me but I can’t think of a fuller figured woman who would want to add useless bulk around the waist. Apart from that consideration I would have LOVED to see a pattern for the coat the model wears with the dress. Instead of one for the frumpy shirt thing. Sigh.
The items on the next page, a pair of trousers and a jacket with cropped sleeves, look okay and might be good basics but I don’t feel love for these designs. After turning the page it gets worse for those with broad hips and bottoms. The featured tunic has a wide ruffle attached at hip level, a delight for every pear shaped woman. Humm, at a second glance the tunic might work für pears if you just omit the ruffle and elongate the upper part. That might be worth a consideration… a case for the b (sewing) list, I guess.
After another version of the frumpy dress the plus size section ends and I am left behind feeling a bit disappointed.

Up next is Michelle Obama’s approach to fashion. The title of this part is „First lady of fashion“ and I get it that Mrs. Obama is considered a style icon, a conclusion that is supported by the online discussions on American sewing boards I read. Here in Germany there isn’t any similar discussions which might be due to the fact that our chancellor Merkel favours a sort of female uniform that does not always suit her well (esp. because of the colours) but is decent at least.
In my personal opinion Mrs. Obama certainly knows how to dress herself but the one thing that makes her fashion picks outstanding compared to other first ladies is, that she is actually dressing like a professional woman of her age and she doesn’t ooze motherly chic like some of her predecessors.
Anyhow , the Knip’s approach to Michelle Obama’s wardrobe style is questionable. The first outfit is a lavender sheath dress – coat combination that does her no good (just my 2 cents). If this combination was only 10 cm longer (and there was a matching hat to it) I can totally imagine the Queen wearing it. I think you get the image. The following shirt dress is a very nice dress but is nothing to build a reputation as style icon on. And, please get me right, this has not much to do with Michelle Obama or her taste in clothes… it is about the choices the Knip made because there are so many more beautiful dresses Mrs. Obama has already worn in public like this, this or even this… (Oh and this one is great) and these are outfits I found at the UK Vogue page when googling (meaning I didn’t do research at all). So I feel like it’s a pity for this part might have been so much more beautiful.

Turning the page I see another Raderloos design that I really like. It feels like it’s becoming a habit😉. This special design is a loose fitting cardigan that really looks like it is worth a try.

The next topic are garments for every age. I get to see another version of the wrap dress from the beginning and a cute suede jacket with a loosely cascading shawl collar.
After the instructional part we get introduced to the fillet part of this month’s Knip: the trench coat section. Pattern No. 7 has all the details of a classy double breasted trench and is slim fitted in the skirt section. Both trench patterns come in a cropped and a regular length but pattern No. 8 differs in that way that the skirt part has more of a bell shape and looks more feminin and features only one row of buttons. Both patterns look great and from my point of view these patterns alone already justifiy the investment in the magazine😉.
The expert’s choices don’t suit my taste, except for the trench coat, of course, and the last topic features only two designs I really like: a pair of boyfriend jeans and a cardigan which has to be knitted, not sewn.

After makeshift accessories which stem allegedly from runway shows we reach the end of this month’s Knipmode. My conclusion isn’t much of a surprise. I am underwhelmed with most of the designs and I am disappointed that there aren’t intriguing patterns in the plus section that I would want to sew. So all I can do is hope for the best in terms of the next issue. Sigh.

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