Knipmode Dezember Nr. 12-2009 – A review.

Die Knipmode Dezember ist da und ich sage Mist, Mist, Mist…

…und tätschele zärtlich meine Wampe. Die festlichen Kleider sind sooooooo schön. Alle. Ich wüsste nicht, welches ich nähen sollte, von daher isses dann doch wieder ganz gut, dass die alle in Normalgrößen sind. Seufz. Aber wirklich: so schön. Dagegen ist das Moppelabendkleid aus der Burda, dass mir so gefiel, lahm.

Das erste Kleid hat asymmetrische Träger, die im Rücken überkreuzt sind und ein leicht v-förmiges Taillenstück. Der Rock ist zweilagig, wobei die obere Lage vorne geschlitzt ist. Das Ganze gibt es einmal in kniebedeckt und einmal in knöchellang, wobei da der Oberrock wieder Knielänge hat.
Das nächste Kleid sieht von vorne wie eine Neckholderkonstruktion aus und dürfte auch circa knöchellang, zumindest aber wadenlang sein. Hinten wartet das Kleid mit einer Überraschung auf, denn vom Nackenband
gehen strahlenförmig Stoffstreifen aus, die in das Rückteil hineinlaufen. Dazu sieht das Kleid transparente Ärmel vor, die im Winter ja auch nicht unbedingt schaden.
Kleid Nr. 18 zeigt wieder den geschlitzten Überrock, diesmal allerdings mit geknotetem Neckholder und Zierfalten an der Taille (die bei schlanken Menschen gar nicht mal schlecht aussehen ;)). *Lach* Ähem, hust… ich bin blind. Und doof. Ich habe mich verguckt und erst ein Blick auf den holländischen Untertitel hat das an den Tag gebracht. Nix Überrock und nix Kleid. Das Teil ist… ähem… ein „broekpak“, also ein Hosenanzug, meint hier: Einteiler/ Overall/ Catsuit. Gucken müsste man können. Und gerade wollte ich mich darüber verbreiten, dass dieses „Kleid“ eine Art Zwitter aus den ersten beiden Designs ist. Ja, egal: Overall. Und der sieht eigentlich hübsch aus.🙂
Kleid 21 ist demgegenüber wirklich ein Kleid und auch hübsch, zumindest auf dem Foto. Kniekurz, in A-Form und auf dem Kleiderstoff sind diverse kurze Chiffonstufen angebracht. Bei näheren Hingucken kann man an den Stufen allerdings die Antiribbelnähte sehen und das gefällt mir nicht. Ich denke, dass würde mir IRL noch viel weniger gefallen und dass man dafür eine andere Lösung bräuchte. So hat es irgendwie den Charme eines Schultheaterkostüms. Sehr schade, denn der Schnitt des Kleides ist schick.
Toll ist auch das Titelmodell dieser Ausgabe, Neckholder (ist das ein Trend? ;)) mit Anspielungen auf ein Korsett und angesetztem (Taft-)Rock aus der gleichen Farbfamilie. An diesem Design habe ich nicht viel zu meckern, es ist einfach toll.

Die Werbeaktion für Stofffarbe, die eine Tunika vier mal anders (anders gefärbt) in Szene setzt beeindruckt mich allerdings weniger, zumal die Tunika auch einer das Modell Sack mit Tunnelzug ist. Boah, und dann ist das Schnittmuster noch nicht mal in der Zeitschrift drin, sondern online zu bestellen. Mann, Mann, Mann…

Die Expertenwahl für die Topstücke des Monats gefällt mir auch nicht, denn Bluse 3 hat ein Bündchen (brr, 80er) und wird zu einer weiteren Version von Sarouelhose (die ich bekanntlich in den allermeisten Fällen auch scheußlich finde) kombiniert und Kleid 7 a… hmm… KÖNNTE schön sein, wenn es nicht so tierisch Falten werfen würde. Und nicht zu kurz wäre. So sieht es aus wie ein schlecht sitzender grauer Müllsack. Hmph.

Das Thema „Relax“ sieht wieder vielversprechender aus, die Röcke 11 und 14 sind sehr hübsch. Rock 11 ist ein Wickelrock mit schräg verlaufenden Vorderkanten, der mit einem Gürtel und D-Ringen geschlossen wird. Mir gefällt’s. Bei Rock 14 mag ich besonders, dass er unglaublich bequem aussieht, auch wenn die Verarbeitung eher schlicht ist. Das vermute ich jedenfalls, wenn ich lese, dass ein Jersey mit zwei Webkanten benötigt wird🙂. Da spart sich doch jemand das Säumen.
Ansonsten werden in dieser Rubrik noch ein relativ schlichtes Jerseykleid, eine Langstrickjacke (tatsächlich zum Stricken) und ein recht ansprechender Walk(?!)-Blazer vorgestellt. Die Hose 13 mit gerundeten Teilungsnähten an den Beinen komplettiert diese Kollektion.

Nach den Anleitungen erwartet mich mehr Festmode, diesmal in Nachtfarben (whatever that means). Der eine Handbreit über dem Knie endende Minirock Nr. 2 hat eine schräg verlaufende Hüftpasse, die mit einer auffallende Stoffschleife dekoriert ist. Naja… wenn man’s mag. Das Jäckchen in Schattengrün (Was nehmen die für Drogen? Ich hab noch nie ’nen grünen Schatten gesehen.) erinnert mich sehr an das Spitzenjäckchen aus dem Vormonat, nicht zuletzt wegen der überdimensionierten Schleife, die den Bolero zusammenhält. Auf der nächsten Seite lauert die gruselige Bluse nochmal und das eigentlich hübsche Cocktailkleid Nr. 1 mit dem tiefen V-Ausschnitt im Rücken wird von der ausnehmend albernen Riiiiesenschleifen am unteren Rückenende entstellt. Nä. Das ist alles nicht meins.

Das Raderloos-Muster nimmt den Ponchotrend auf und zeigt, wie man mit wenig Aufwand einen sogar recht hübschen Überwurf zusammenbauen kann.

Es schließt sich die Moppelsektion an und ich werde wieder enttäuscht. Kleid Nr. 10 ähnelt einem gängigen Hemdblusenkleid, allein die Knopfleiste ist nicht durchgehend. Von daher: Nix Neues. Ansonsten werden mir noch eine Jacke (einmal knielang, einmal oberschenkellang) und eine Hose angeboten. Die Hose hat keinerlei besondere Details und an der Jacke ist nur die Kragenlösung neu. Allerdings gefällt mir der gefaltete Kragen jetzt auch nich so gut, dass ich mir die Mühe machen würde, diese Jacke zu nähen. Brummel.

Zum Glück wird es jetzt noch einmal interessant, denn nun wird gezeigt, wie sehr die Wahl der Ärmel den Stil eines Kleidungsstückes verändern kann. Das erste Beispiel macht eine relativ schlichte weiße Bluse, die einmal ausladende Ärmel mit großen, drapierten Falten angesetzt bekommt, dann schlichte enganliegende Ärmel und schließlich mehrlagige kurze Flatterärmel. Der Effekt der unterschiedlichen Ärmel ist wirklich enorm (und die übertriebenen drapierten Ärmel sehen an schlanken Frauen bestimmt toll aus). Im nächsten Beispiel wird das Ganze dann an einem Kleid durchexerziert: Ballonärmel, schlichte, sich verjüngende Ärmel, einlagiger Flatterärmel. Bei der Jacke Nr. 6 werden schließlich puffige Ärmel, die in enganliegenden Strickbündchen auslaufen, normale Ärmel mit Aufschlag und dreiviertellange Ärmel ausprobiert. Joah, diese Ideen machen was her.

Bei 4-in-1 nimmt man sich nochmals der Hose mit den gerundeten Teilungnähten von Anfang an und stylt sie in verschiedene Richtungen und schon bin ich am Ende angekommen. Die Vorschau verspricht Schnittmuster für Vater und Sohn (man lese und staune…) und Feuerwerk: Mode um ins neue Jahr zu knallen… mhm. Man wird sehen, ab 8. Dezember (in den Niederlanden).

Oh. In der Mitte findet man noch ein Heftchen mit Selbstmachaccessoires. Hmm… man braucht so Krams wie Perlen, Pailletten und Co. Nee, das ist nichts für mich.

Fazit: Durchwachsen. Die Festkleidung vom Anfang ist großartig. Schön anzuschauen und außergewöhnlich. Keine Baisertörtchen🙂. Die Stofffärb-Tunikaseite finde ich wirklich ärgerlich und einige der Schnitt finde ich fürchterlich. Im meiner Stammrubrik reizt mich nix und insgesamt finde ich, ist die Anzahl der Modelle etwas dürftig, andererseits gefällt mir die Idee, mal die Wirkung unterschiedlicher Ärmel vorzustellen. Aber ich vermisse die Catwalk-geschichte aus der letzten Ausgabe.
Dementsprechend landet die Dezembernummer bei mir im so la la-Bereich. Und erstmal im Regal.

The December issue of the Knipmode arrived at my door and I am cursing…

my belly for being attached to me so I cannot fit into the beautiful gowns that are displayed in the magazine. Sigh. So beautiful, all of them, I wouldn’t even know which one to sew. So maybe it is good that they come in regular sizes. Comparing the November burda dress I loved so much to these designs the Burda one is L.A.M.E.

The first evening gown has asymmmetrical straps that are crossed in the back and a v-shaped waistband. The skirt part is made of two layers of fabric with a slit at the center front of the upper layer. The dress is shown in two length, just beyond the knee and in ankle length with the upper fabric ending also at the knees.

The next gown features a halter neck neckline in the front and straps that radiate from the neckband to the upper back in the back. The long sleeves on this dress are made of transparent fabric and sleeves won’t be a bad idea in winter, I guess.

Gown No. 18 brings another split upper layer combined with another halter neckline and a pleated waistline (that actually looks great on a slim model ;)). Oh *lol*… humm… I am blind. And a bit dumb, I think. I haven’t inspected the design cvorrectly because No. 18… isn’t a dress at all. It is called a „Broekpak“ in Dutch which means pantsuit, or like in this case coverall resp. leotard. Maybe I need glasses? And I was just about to ramble about the „dress“ being a mixture of the looks 1 + 2. Ahem.😉 Coverall. Looks nice.

No. 21 at least IS a gown, a cute gown to be precise, but I am not convinced that I would like it IRL. The knee-length A-line is nice and I like the chiffon layering on the skirt, but: The layers show the staystitching that was used to avoid fringing. I am not keen on that and to be honest I think I would criticize that on a festive dress. With these obvious stitches it looks more like a drama club costume.
What I am really in love with is the cover gown of this issue. At first it looks like a corset-like neckholder top (Again? Is this a new trend?) and a long flared skirt in a matching colour. No disapproval here🙂.

A big dislike are the next two pages with the co-op of Knip and a company that sells dyes. There is one tunic dyed in four different colours. Even a not very flattering tunic and – that takes the biscuit – the pattern for the sack with a drawstring tunic isn’t even in this very issue. Oh man… I am not pleased.

Oh and when I am at it: I hate the style expert choices of the month. They recommend blouse No. 3 which has a elasticated band around the hip that creates a balloony effect (very ’80s). This ugly piece is worn with a pair of sarouel trousers (which I hate in 9 out of 10 cases) and the last expert pick, dress No. 7 a, could be nice. If only it would fit the model properly and wouldn’t come with all these creases and wrinkles around the bust. And on the neckline. And if it only weren’t that short on the model. Fitting the girl like that is has more of a creased grey trash bag. Yeah. Great picks.

The „Relax“ part looks loads more promising, the skirts No. 11 and 14 are beautiful. The skirt No. 11, a wrap skirt with bias front parts, is closed with a belt that goes through a pair of D-rings. I am a total sucker for this kind of closure. Skirt No. 14 instead looks very comfortable and simple to make. At least I assume that because it calls for a jersey knit with two selvedges. I see no hemming in the future of the lucky sewist😉.
Relaxing brings also a plain jersey dress, a knitting pattern for a long cardigan and a blazer/ jacket? made of boiled wool. Pants No. 13 with rounded dividing seams complete this collection.

Skipping the instructional part more festive wear is due, this time in the colours of the night, whatever that means. The mini skirt No. 2 ends round about six inches above the knee and features a bias hip yoke that is decorated with a giant fabric bow. Hm… a question of personal taste, I guess. The shadowy green (??? I’ve never seen a green shadow ???) bolero jacket reminds me strongly of the lace jacket shown in the previous issue and of course it features a bow. Brr. A nightmarish look lures on the next page: another version of the detested blouse No. 3. The cocktail dress on the following page is nice instead, the back neckline goes in a deep V, but it has – say it with me – a bow at the lower back. Hmph. Okay, one could omit that.

The raderloos design absorbs the poncho and capelet trend and suggests a quite wearable drapey thing that actually looks good.

Then I am looking at the plus size section and I feel deeply disappointed. The Knip offers a shirt dress with a button stay that ends halfway down to the hem. That isn’t new, not even new in the Knip, and not very wintery at all. Apart from this patterns there are two versions of one jacket. There is only one halfway interesting detail to it which is a pleated shawl collar, but even that isn’t interesting enough to make me want to sew this. Th features trousers are standard, without any interesting detail. Disappointed. I said that before.

Thank god the next topic seems exciting. They give some patterns three versions of sleeves to show how the look differs. A quite classy white blouse is up first, for once with exaggerated draped sleeves ( I like the look on a lean girl :)), second is a classic fitted sleeve and third are short layered chiffon sleeves.
The next pattern example is a dress (the one that the fashion experts‘ choice): balloony sleeves, plain tapered sleeves, one layer airy sleeve. On jacket No. 6 they try longer puffy sleeves that merge into knit wristbands, normal jacket sleeves with cuffs and cropped sleeves. And yes, I like the ideas and the execution.

4-in-1 showns differently styled versions of the trousers with the rounded seamlines and behind that, there is the end. The january preview reveals patterns for father and son and fashion fireworks to start the new year with a bang. The 01/10 issue of Knip will be available in the dutch shops on Dec, 8th.

Conclusion: I’m torn. The gown from the start are wonderful. The „Try this sleeve“-part was gorgeous, and the relax-thing was very okay. The rest was hmm to disappointing to „What were they thinking?“. I am missing the catwalk-section they had in the November issue. So: so so.😉

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