Meine erste Patrones. Spanisch kann ich übrigens auch nicht.

My first Patrones magazine. I don’t speak Spanish either.

Neulich, so ca. Dienstag, denke ich, hat mich, als ich das Internet nach nützlichen/ nötigen Kurzwaren durchforstete, die Patrones Extra-Ausgabe No. 284 angelacht und so habe ich sie bestellt. Ich kann zwar auf Spanisch nicht mehr als den Satz „Sus pasaportes, por favor“ und ich könnte schwören, da sind auch schon diverse Rechtschreibfehler drin, aber dem Locken der XXL-Schnittmuster mit spanischem Chic konnte ich nicht widerstehen.


Heute komme ich zu Hause an und die Zeitschrift ist schon im Briefkasten. Hurra. Leider kann ich schon vom Titel kaum etwas übersetzen… Ich glaube gabardinas sind Mäntel…. also: Aktuelle Mäntel gibt es, und vestidos= Westen? und für Möppelken wie mich gibt es blusas chic, also schicke Blusen. Irgendwie unbefriedigend, wenn man nur ein Drittel versteht.
Oh, schön, wenn man die Zeitschrift aufschlägt, gibt es einen Bildüberblick wie außen auf den Burda-Schnittmusterheften. Das mag ich. Vestidos scheinen den Bildern zufolge eher Kleider zu sein. Ich sag‘ ja, ich spreche kein Spanisch😉.
Umblättern und schon bekomme ich die ersten Modelle zu sehen: Eine schlichte Bluse, ausgestellte Hose und eine Kurzjacke mit Bubikragen und aufgesetzten Taschen. Hm, ich muss anmerken: Auch auf diesem Foto sieht man von der Bluse mal grad gar nix. Das ist also keinesfalls eine Spezialität von Burda. Außerdem ist die dargestellte Szene irgendwie albern. Ein Hund von der Größe eines Cockerspaniels zieht die Dame nämlich quer durch’s Bild *koppkratz*. Sehr realistisch.
Bluse Nr. 6 mit Stehkragen und Bieseneinsatz sieht ganz gut aus und Hose Nr. 7 mit hohem Bund und geradem Bein betont nochmals, dass Karo in diesem Herbst/ Winter ein Muss ist. Ich glaube cuadros gales heißt walisisches Karo (ein Danke an leo.org dafür, dass es nicht nur Englisch kann).
Bluse Nr. 8 gefällt mir gar nicht, weil sie mich vom Schnitt an die ballonseidenen Sportblousons der späten 80er erinnert. Ein echter Hingucker dagegen sind dagegen die meisten Hosen, die in der ersten Modestrecke gezeigt werden. Mir gefällt unheimlich gut, dass immer irgendetwas Besonderes am Schnitt ist. Ich habe den Eindruck, dass z. B. Burda einfach wesentlich konservativere Hosen präsentiert, bei denen sich die Vielfalt in „einmal mit Bügelfalten, einmal ohne“ oder „einmal mit Hosenaufschlag, einmal ohne“ erschöpft. In der Patrones scheinen auf den ersten zehn Seiten mehr wirklich verschiedene Hosen zu sein als üblicherweise in einem Burdaheft.
Hübsch ist besonders Hose Nr. 16, eine schmal geschnittene Hose, die an den Unterschenkeln (mutwillige) Falten wirft. Sieht sehr spannend aus. Soweit ich die Anleitung hierzu verstehe, wird der Effekt dadurch erzielt, dass an dieser Stelle ein engeres Futter gearbeitet wird. Quasi ein Ballonrockeffekt, nur für eine Hose, und dann abgesteppt.
Das ärmellose Kleid Nr. 17 mag ich auch, es hat eine erniedrigte/ herabgesetzte Taille Mann… die Taille ist tiefer als die Naturtaille, keine Ahnung, wie der Fachbegriff heißt😉. Das Kleid erinnert mich stark an die 20er, nur dass keine Fransen dran sind. Gut so.
Es folgen weitere Kleider, die hauptsächlich geblümt sind. Dadurch werde ich zumindest von den vielen interessanten Schnittdetails ziemlich abgelenkt und erst der Blick auf die technische Zeichnung gibt die jeweiligen Raffinessen preis. Kleid 20 hat z. B. auf Taillenhöhe Einsätze die man durch das Blumenmuster des Stoffes überhaupt nicht sieht. Auch die interessante Schulterpasse an diesem Kleid, die die Schulterpartie sehr betont, geht in der Blumenwiese unter.

Weiter geht es mit Mänteln und auch hier staune ich, denn die haben es mit Mantel Nr. 27 geschafft, einen eigentlich sehr schlichten Trenchcoat mittels eines Volants zu einem ganz außergewöhnlichen Stück zu machen. Der Volant läuft an den Verschlusskanten einmal um den Hals herum entlang und gibt dem Mantel einen sehr weiblichen Look, ohne allzu verspielt zu sein. In meinen Augen ist dieses Teil eine gelungene Gratwanderung zwischen Tuffigkeit und Sachlichkeit. Und ja, ich hätte vorher auch nicht geglaubt, dass sowas geht😉.
Es folgen noch einige sehr schöne Mäntel, aber ehrlich gesagt bin ich nicht firm genug in Schneidereifachbegriffen, als dass meine Beschreibung den Teilen irgendwie gerecht werden könnte.

Im nächsten Teil werden einige Herbstlooks präsentiert, wobei in Spanien offenbar kurze Röckchen und dreiviertellange Ärmel im Herbst vollkommen ausreichend sind. Angefangen mit einem indianisch inspirierten Imitatlederkleid über ein kurzes ärmelloses Kleid mit weitem Rollkragen zu einem Kurzarmjackett und diverse Röckchen trägt man es in Spanien bunt, jedenfalls im Vergleich zur herbstgrauen Plusburda. Jackett Nr. 35 ist auf diesen Seiten mein persönlicher Favorit.

Als nächstes werden einige Kindermodelle vorgestellt. Sehr cool ist in diesem Bereich die Jacke Nr. 47 von Roberto Cavalli, die asymmetrisch schließt und als besonderen Clou am Halsausschnitt Gürtelschnallen hat, durch die man ein Tuch ziehen (und verknoten) kann. Die Idee finde ich gut, das muss ich mir merken, wobei das für mich wahrscheinlich in der Realität schon zu elegant ist. Hübsch ist auch das Shirtkleid à la Sisley Nr. 49 in grünem Jersey. Zum Glück wächst das Baby ja irgendwann auch mal zum Mädchen heran, dann kann ich den Schnitt vielleicht mal ausprobieren😉.
Schön ist auch, dass ebenfalls so einige Schnitte für Jungen in diesem Heft enthalten sind, so z.B. eine an ein Barbour Jacket erinnernde Jacke aus Steppstoff Nr. 52. Des weiteren gibt es einen Hemd- und einen Hosenschnitt für Jungen, und zwar in den spanischen Größen 4-12.(Ah, das sind Jahre. Interessant.) Neben all diesen Schnitten steht etwas von „Nel Blu“ und mich beschleicht der Verdacht, dass das ein Designer oder sowas ist.

Und schließlich und endlich sind wir bei den Moppelschnitten angelangt. Trendblusen mit Bordüren und Paspeln gibt es, wobei mir die Bilder wesentlich besser gefallen als die Geraffeldrohung es vermuten lässt. Besonderes Highlight für mich ist in dieser Strecke zwar keine Bluse, sondern Rock Nr. 58. Der hat nämlich solche Kellerfalten, wie ich im Sommer beim Versuch der Schnittkonstruktion angestrebt hatte. Und ich sehe beim Blick auf die Schnittanleitung sofort, was ich damals falsch gemacht habe🙂. Die „Blusa System Action“ Nr. 60 und die dazugehörige Hose Nr. 61 gefallen mir gut. (Doch noch ein Hosenversuch???). Die Hose ist am Oberschenkel weit geschnitten und wird zum Knöchel hin enger, allerdings ohne wie eine typische Karotte auszusehen. (Und wieder streikt das Schneidereivokabular. ;)) Sehr schick ist auch noch eine Bluse (Nr. 65), die den Origamitrend aufnimmt und exakte Faltungen an Ärmel und Ausschnittleiste aufweist. Wenn ich mal gaaanz ganz viel Geduld übrig habe, könnte mich diese Bluse auch noch reizen.

So. Das war’s. Meine erste Patrones ist zu Ende und ich mag sie. Der Preis hier in Deutschland ist zwar recht hoch, aber wenn einen darin mehr als ein Teil lockt, ist es immer noch günstiger als Einzelschnitte und man bekommt mal einen Eindruck, was die anderen Europäer so nähen🙂.


I searched the internet the other day because I needed some notions and so I tripped over the new Patrones Extra No. 284. Curious as I am I risked an eye and was intrigued by some of the plus size patterns. As one can foretell I purchased an issue of the magazine and it was already in the mailbox on Friday when I returned home. I have to admit that I don’t know a word in Spanish except for some tourist verbiage like „Sus pasaportes, por favor“ and I am quite sure that I have thrown in some misspellings there already.

Due to my poor (read: inexistant) knowledge of the language I am even not capable to translate the cover headlines. So, here are my guesses: gabardinas seem to be coats, and vestidos might be… ehm.. vests, perhaps(?) and the plus sizes get blusas chic = smart blouses. It is a bit frustating to understand only a third of a magazine.
When taking a look inside the magazine I realized that Patrones features an illustrated content preview like the one on the cover of the Burda sewing instructions inlay. Nice, I really like that. According to those pictures, vestidos aren’t vests but dresses. Like I said, I don’t know Spanish at all. Turning the page I get to see the first few designs: a frugal blouse, combined with a pair of trousers with a widening leg and a cropped jacket with a Peter Pan collar and added pockets. Hm, looking at the photo I have to note one thing: You are not to see the blouse in this picture at all, so it seems that the art of hiding the garment isn’t a Burda specialty. Plus: the photo is quite silly because the (okay, very thin ;)) model is drawn through the picture by a dog below knee size. Veeery likely.
Blouse No. 6 with band collar and and pleated breast insert like quite nice and the high waisted straight legged pants No. 7 point out the relevance of checkers this season just once more.
One design I just can’t stand is blouse No. 8 which has a shape that reminds me strongly of the late 80ies and the evilish blousons that were en vogue then. In opposite the very most trousers are absolute highlights in this magazine. I really like that Patrones presents a great variety of designs, other than Burda. In the Burda magazine I feel the options you are given are like trousers „with or without pleats“ or „with or without cuffs“ and that was that. Here each and every pant pattern is a design of its own and so it seems as if Patrones features more pant patterns on the first pages than Burda does in a complete magazine.

One highlight are the slim fitted pair of pants No. 16 with decorative creases on the lower leg. I think, if I interpret the instructions right, the effect is achieved by sewing in a smaller lining (like you do when sewing a puffed skirt) and staystitching the creased „departments“.
Then there is a lovely sleeveless dress No. 19 which reminds me very much of the fashion of the 1920’s with its low waist and – it doesn’t feature fringes. Yay.
More dresses are shown but the flowery fabric choice prevents percepting the pattern design. I am quite convinced that dress No. 20 actually has interesting detailing when I look at the technical drawing, but on the photo I do not see any of it: neither the fabric insets at the waist nor the neck yoke which gives the shoulders an interesting shape.

Next up are coats and I am surprised because with coat No. 27 they combine the purism of a normal trench coat with a playful long ruffle all around the neck and the center fronts, and it looks good. I didn’t even dream that a combination like this might look nice, but it does. The other coats are mostly verry interesting as well, but to be honest, I do not know the tailoring vocabulary ( neither in German nor in English) to do the designs justice.

Turning the page the next observed topic are autumn looks. Seeing the suggestions is a slight reminder that Spain is ruled by way better/ warmer weather than Germany, because for Spanish autumn it seems to be sufficient to wear short skirts and cropped sleeves. To die for. We wake up with about 6 °C at the moment. So, Spanish autumn suggestions are a short leatherette dress (seems to be inspired by native american clothing), a sleeveless dress with a very wide turtleneck, worn with a cropped sleeve jacket and the short skirts mentioned before. But in opposition to the greyish Burda Plus Autumn/ Winter edition the looks are very colourful and gay. In this section I like jacket No. 35 best.

The children’s wear is up next and I am stunned by a Roberto Cavalli design (No. 47). It is a jacket with an asymmetric closure and a kind of belt loops around the neckline for a scarf to be worn in. The idea appeals to me very much (must think of that in a future project though it might come out too elegant for me). Another very nice piece is the Sisley knit dress No. 49. Fortunately the little girl my friend gave birth to will become a young lady somewhen…😉.
Other than that I really like the fact that there are some boy patterns provided, a Barbour-like jacket, a shirt and a pair of trousers in the Spanish sizes 4- 12. (I read these numbers are years… interesting.) All the boys patterns are named „Nel Blu“ so that this might be a design company or something but I am ignorant of that.

Last but not least: The XL section. Trendy blouses with borders and piping are dominating here but I like the look of them loads better than the embroidery threat let me expect. My personal highlight though isn’t a blouse but skirt No. 58. This design features the box pleats I longed for when drawing my own skirt pattern in summer and risking an eye at the technical drawing I immediately recognize my mistake🙂. The „System Action Blusa“ No. 60 and the accompanying pants are also very nice (Should I end up trying pants another time?). The pair of trousers is loose fitting around the thigh but narrows towards the ankle without looking like carrot trousers (lack of tailoring vocabulary, once again :)). Another very chic item is the blouse Nr. 65 which embodies the origami trend with its accurate pleted sleeve sections and the pleated button stay. if I ever get hold of a wagon of patience, I might try tghis design, too.

So. This was it, here ends my first Patrones magazine and I am very happy with it. Even though it is quite expensive in Germany, it is a good buy if you like more than one pattern in it and at least I got a good impression of what other Europeans are wearing🙂. Thumbs up.

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