Knipmode 08/09 – A review.

Nun habe ich sie endlich ergattert, die August-Knipmode. Auf dem Titelblatt lachen mir gleich zwei Damen entgegen, die das im Juli angekündigte Kurz- und Langgrößenthema (mit 4 Schnittmustern) repräsentieren. Weitere Titelthemen sind Hosen für jeden, XL für .. naja.. ich entscheide mich mal für ‚Aufgestylte‘ (frei übersetzt), der Schemaschnitt für ein Top, Haute Couture-Nachbauten und stilvolle Mode im Amazonenstil.

Nach Inhaltsverzeichnis und einer „Leserinnen wünschen, Knip gibt ihnen“-Seite geht es gleich mit den Mehrhöhenschnittmustern los. Eine sehr gut durchdachte Angelegenheit, denn diese Schnitte sind für K-, N- und L-Größen entworfen, so dass auch die Knipdurchschnittsgroßen (1,72 m) die Schnitte nutzen können. Knip definiert die Kurzgröße als 1,60 m groß und die Langgröße als 1,84 groß und Modell stehen zwei Redaktionsmitarbeiterinnen, die jeweils annähernd die richtige Höhe haben. Das erste Teil ist ein Kleid mit gerafftem V-Ausschnitt und angedeutetem Wickeleffekt, einer Taillenpasse und einem oben in Fältchen gelegten Rockteil in Knielänge. Mir gefällt’s und faszinierend ist auch, dass der Schnitt der großen wie der kleinen Frau sehr gut steht. Weitere Mehrhöhenmodelle sind eine Businesshose und ein aufwändig gearbeitetes Jackett mit zweiteiligem Revers und Ärmel. Im Beispielbild scheint das Modell mit Paspeln gearbeitet zu sein und sieht sehr edel aus. Die dazu präsentierte Hose ist ein schönes Basicteil mit angesetztem Bund, zwei Stecktaschen, und einem leichten Boot Cut. Sehr hübsch, sehr tragbar. Das letzte höhenverstellbare😉 Modell ist ein Shirt/ eine Bluse mit einem schmalen tiefen Ausschnitt und Stehkragen. Einige Details geben dem Schnitt Pfiff, wobei mir persönlich die vertikalen Teilungsnähte unterhalb der Quernaht besser gefallen als die Raffung am Busen. Alles in allem finde ich diese Bearbeitung der Kurz-und Langgrößenschnitte sehr gelungen und von der Schnittauswahl überzeugender als die Karottenhose bei Burda Style, einfach weil hier, abgesehen von dem Oberteil, 3 variierbare Grundschnitte für die unterversorgten Kurz- und vor allem Langgrößen angeboten werden. Zu Burdas Verteidigung muss man allerdings zugeben, dass dort dafür wenigstens die Kurzgrößen üblicherweise jeden Monat mit ein oder zwei Designs versorgt werden (allerdings dann auch wieder nur bis Größe 21, klein und moppelig gibbet wohl nicht).

Als nächstes widmet sich die Knip der Haute Couture. Die angebotenen Schnitte hier sind eine Marni nachempfundene Bluse mit seitlichem Volant und verdeckter Knopfleiste und eine Manteljacke in leichter A-Form nach einem Modell von Elsa Schiaparelli (aus den Zwanzigern, wenn ich das richtig verstehe?). Besondere Merkmale hier sind der angeschnittene Vorderkragen, übergroße Knöpfe und Ärmelaufschläge. Das Original gefällt mir bei diesem Design besser, weil dort die Knopflöcher noch auffällig unterlegt sind und damit den Look noch besonderer machen. Auf der nächsten Seite wird einem Cardin-Kostüm aus den Fünfzigern gehuldigt und das in senfgelb genähte Modell sieht wirklich aus, als wäre es aus einem alten Film gehüpft. An der Jacke finde ich die angeschnittenen Ärmel sehr speziell, aber alles in allem ist das Kostüm sehr schick (sofern man auf Vintage steht). Das Kleid nach Yves Saint Laurent gefällt mir jetzt nicht so, aber zumindest trifft der Nachbau das Original ziemlich gut. Ich glaube, ich finde Nieten in Stretchstoff einfach nicht so dolle. Trotzdem ist dieser Abschnitt alles in allem auch sehr schön (endlich wieder eine Knip, wie ich sie liebe :))

Es folgen Informationen über Wollstoff, Werbung und ein Taschenschnittmuster.

In der nachfolgenden Moppel-Sektion geht es aufgebrezelt zu. Eine längere Jacke/ vielleicht ein Gehrock? versucht zu verlocken, aber mich guckt das Stück einfach nicht an. Die Hose hingegen ist ganz schön, aber leider stehen mir Hosen mit Bügelfalte echt überhaupt nicht. Vielleicht kann ich die weglassen? Das angebotene Shirt hat Raglanärmel, eine Kragenpasse und in Falten gelegtes Geraffel. Ob ich das nähen möchte, muss ich noch mal überdenken. Naja, in türkis sieht es auf der nächsten Seite ganz gut aus. Ein definitives Vielleicht. Die kürzere Version 15 b des Gehrockes gefällt mir und ich mag die verspielte Schnürung als Jackenverschluss. Das will ich nähen. Der dazu getragene Rock ist nix besonderes, aber auch nicht besonders scheußlich und schwupp sind wir bei 4- in – 1. Das Konzept ist interessant, denn diesmal wird durch Änderung des Bundes ein Hosenschnitt vier Mal anders interpretiert: Hüfthoch, Knapp unter der Taille, auf Taille und extra hoch. Sehr schön, und hinzu kommt, dass die Hose grundsätzlich diejenige aus der Kurz- und Langgrößenabteilung ist, so dass hier wohl noch zusätzliche Varianten machbar sind.

Unter dem Titel 4-Sterne-Kleider gibt es für jede Alterskategorie von 20 bis 50+ Schnittmuster für ganz persönliche Roter-Teppich-Momente (sagt jedenfalls die Knip). Für Starauftritte mit 20 wird ein trägerloses enganliegendes Kleid aus Stretchstoff gezeigt, das eigentlich ganz schön wäre, wenn es an der Probandin besser säße. Aber Stretchsatin verzeiht gar nichts, und schon mal gar keine Knitterfalten im Stoff😉 Für Frauen in den Dreißigern gibt es ein Trägerkleid mit einer breiten Empiretaille und Falten im ausgestellten Rockteil. Die Länge ist auch hier knieumspielend und das Kleid passt dem Model auch🙂. Die Frau ab 40 soll zu besonderen Anlässen mädchenhafte Details tragen. Das transparente Kleid sieht kurze Puffärmelchen, einen gerüschten Halsausschnitt, eine geraffte Taillendrapierung und einen breiten Saumvolant vor. Mir wäre das schon jetzt zu verspielt und mit über vierzig würde ich so ein Kleid sicher nicht anziehen. Aber wem’s gefällt…
Das Modell für die Generation 50 + (Kleid 14) wird von Meryl Streep präsentiert und weist eine interessante Linienführung auf. Eine vom Halsausschnitt ausgehende, weit aufspringende Falte dominiert neben Prinzessnähten die Front, die Rückseite ist tailliert geschnitten. Unten ist eine Stoffbahn angesetzt, so dass man, wenn man möchte, schön mit verschiedenen Stoffen spielen kann. Hübsch.

Der Schemaschnitt dieses Monats ist ein Tanktop, dass im vorderen Teil doppelt liegt. Im Prinzip wird einfach eine Stretchröhre mit Gummizügen angefertigt und vorne an der Unterkante die zwei Enden eines Stoffstreifens angenäht. Die so entstandene Schlaufe wird dann beim Anziehen um den Hals gelegt und fertig. Optisch ist es so la la.

Beim Amazonenthema gefallen mir alle drei Modelle des ersten Bildes, allerdings nicht zusammen. Die Weste ist wie ein Neckholderoberteil geschnitten, was mir persönlich total gut gefällt und der vorgestellte Rock Nr. 9 a hat quasi eine riesige Kellerfalte in der Front, die durch einen Lederverschluß zusammen gehalten wird. Schwer zu beschreiben, sieht aber interessant aus. An der Bluse 10 gefällt mir hauptsächlich der gefaltete Kragen. Alles zusammen getragen ist die Kombination für meinen Geschmack aber overdesigned und so würde ich die Teile eher mit schlichten Basics tragen. Die Hose mit seitlichen Einsätzen und Schnürungen vor den Schienbeinen ist wahrscheinlich ganz hübsch, allerdings ist das eher Mutmaßung als Wahrnehmung, denn hier ist das Modellfoto bescheiden. Von der Jacke 6 a auf der nächsten Seite kann man das besondere Detail dank des künstlerischen Anspruchs des Fotos leider auch nur in der technischen Zeichnung deutlich erkennen. Hmm, man sollte den Nähzeitschriftenverlagen mal ’ne Mail schreiben, dass künstlerischer Mehrwert zumeist nähtechnischer Minderwert ist. Aber ob sie das verstehen?

Letzter Designbeitrag zum Thema sind eine kurze Uniformjacke und eine Variation des eben beschriebenen Rockes, bei der diesmal die „Oberseiten“ der Kellerfalten festgesteppt statt mit dem Lederriemen befestigt sind. Ich mag die Variante mit dem Verschluss lieber.

Nach ein bisschen Product Placement und Kleid 14 in einer anderen Farbe wird noch der Schnellumbau einer Kaufbluse gezeigt, wobei mir dieser Umbau zu aufwendig wäre und ich wahrscheinlich gleich was Neues nähen würde. Noch ein paar Tipps und Leserbriefe und schon sind wir durch mit der Knipmode August. Schade… denn in dieser Ausgabe waren wirklich viele hübsche Modelle drin, und die ein oder andere Idee werde ich sicherlich entleihen.

Der Vorgucker auf den September verspricht 18 Seiten Wintertrends, bedruckte Kleider und, so glaube ich,  Oprah-würdige Xl-Mode (aber so weit reicht mein Niederländisch nicht :)). Man darf gespannt sein.

On the cover are two women who represent the announced tall and short sizes part, I guess. Other than that the leading topics are trousers for anybody, chic XL fashion, a no pattern tank top, haute couture reminiscences and stylish amazonian fashion (meaning the riding women, not the Brazilian thing).
After the table of contents and a page of „What readers wish, Knip gets“ page the 3 lengths patterns are coming up. To me it seems like a very well structured and elaborate attempt on the topic because the four patterns in this section are designed for 3 heights: 1,60 m(K), 1,72 m (N) and 1,84 m(L). The modelling women in this section are two members of the Knipmode crew and are either petite or tall.  First item is a mock wrap dress with a gathered V neck and a pleated knee length skirt. It looks really good and it is quite fascinating that it flatters both the petite and the tall woman. Another look which comes in three lengths is a blazer with a pair of business trousers.  The jacket has a notched collar and two-piece sleeves. The design the model in the picture is wearing has piped details and looks very expensive.🙂 The accompanying pair of trousers is a basic design with a yoke, pockets and a slight boot cut. Very cute, very wearable. The last vertically adjustable😉 design is a top with a slit neckline and banded collar. There is some more detailing to make this pattern more interesting. In my opinion the vertical dividing seams are more flattering than the suggested gathering at the bust line. After all I really adore what Knip did on the 3 heights topic and the patterns they chose are way more attractive than the carrot trousers at Burda Style. The Knip patterns are great basics (apart from the top) which can be varied pretty easy and be worn for more than one summer. In defense of Burda the only thing I have to say is that they usually have one or two patterns in half/ petite sizes but (and that is not too good) they are mostly only up to size 21. Short and chubby isn’t Burda style it seems.

The next pages show haute couture inspired clothing. First up is a Marni-like blouse with an asymmetrical flounce. On the next page we see a coat in slight A-line, a reminiscence to Elsa Schiaparelli creations from the golden 20’s (if i translated that part correctly, I don’t speak dutch… I’m just guessing ;)). Special features of this jacket are the collar which is integrated in the front pieces, oversized buttons and cuffs on the sleeves. i think the knock-off design is okay but on this piece I like the original better. The button holes on the Schiaparelli version have a very eye-catching facing and so it looks more special than the Knip version. the design on the next page renders homage to a typical Pierre Cardin 50’s suit. The Knip version is the colour of mustard and looks like it was taken straight out of an old movie. Nice. Very interesting are the cut-on jacket sleeves and overall the suit looks très chic (if you love the vintage look). The dress inspired by an Yves saint Laurent design doesn’t suit my taste, but at least the Knip version copies the original quite well. I think I just don’t like studs on stretch too much. Nonetheless this part of the Knip is very nice and inspiring. (Finally it’s the Knip I love again. I’m happy.)

After some information about woolen fabric, knip ads and a bag sewing pattern we arrive at the plus size section which comes up neat as a pin. There are a long jacket/ frock coat (which I don’t like) and a pair of trousers (which I might like if it weren’t for the neatly creased legs). But maybe I’ll sew these trousers without doing the pressing thing😉. We’ll see. The top shown on the next page has raglan sleeves, a yoked neckline with some pleats in the front. I’m not too sure whether I like this design. On the next page the very same top is made out of another fabric and it looks better. So a definite maybe for sewing this item. One thing I certainly will sew is the shorter version of the jacket. It is closed with straps and looks darn cute. Big must have. The coordinating skirt has nothing special to it but is a nice basic. Nothing more, nothing less.

Turning the page once more there is the 4-in-1 pattern. This time the basic piece is a pair of trousers which happens to be the same design as in the tall/petite section. The four variations concern the height of the pants: they made alterations so that there are pants to be worn at the hip, closely under the natural waist, at the waist and with a high waist.

Next up are „4-Star-Dresses“ for your personal red carpet moments if I read the Dutch text right. In this department each dress addresses to a special age class. For starring your life at twenty something the Knip suggests a close fitting strapless stretch dress. It would actually look nice if it only fitted the model better. But sewn from stretch satin it shows each and every ill fitting detail (and creased fabric ;)). For the woman in her thirties they provide a strap dress with a wide empire waist and an allover pleated A-line skirt. The dress is at knee length, actually fits the model and looks nice. The fortyish woman is supposed to wear playful details on special occasions: the transparent dress has puffed sleeves, a ruched neckline, a gathered draping at the waist and a wide hem flounce. I wouldn’t wear this dress at my age and I certainly wouldn’t wear this at 40 +. But maybe someone else likes it…
The 50 + design (dress No. 14) is presented by Meryl Streep and scores with an interesting line layout. There is a wide pleat coming from the neckline that dominates the front of the dress beneath the princess seams. Other than that the dress is close fitting in the back and there is an extra fabric panel at the dresses‘ seam, which invites to play with different fabrics. Cute.

The patternless piece of the month is a tank top. Basically it is a tube tub with elastic at top and bottom and a scarf which ends are sewn to the tube’s bottom. Lay the loop around the neck when pulling it on and there you you. Hmm. So -so in my opinion.

Now we are entering the world of the Amazons. The three pieces on the first pictures are a vest, a skirt and a blouse which all look beautiful but not when worn together. The vest is cut like a halter neck top and the coordinating skirt No. 9 a has a front that is built like a giant box pleat. The upper parts of the pleats are belted with a leather closure. I love this look. It’s hard to describe but makes a great visual impact. The main eye catcher on the blouse No. 10 is the pleated collar. The only negative point on these pieces is that they look totally overdesigned when worn together. I’d rather combine them with simple basic clothes. Next up there is a pair of pants with dividing seams on the leg fronts and the lacing in front of the shinbones. I’m am confident  that the pants look nice but I can’t bail for that as it is photographed that badly that you actually cannot see the details on the photo at all. But the technical drawing looks nice. Hmm, same thing with jacket 6 a: the special detail on this design (ruching on the hem) is hidden due to the artistic merit of the photographer. Maybe I should just be thankful for the existence of the technical drawing but let me ask the question one more time: Why the heck is the artistic composition of a picture more important than the garment? I mean it’s a pattern magazine… grmbl.
Last contributions to the Amazonian  subject are a short uniform jacket and another version of the skirt. This time the upper parts of the giant box pleat are top stitched  and not belted but I like the belted version better.
A little product placement and another version of dress 14 in another fabric and colour and we progress to a shirt blouse recon. reading the instruction I feel that I wouldn’t try to convert a bought blouse but just sew up a new one but that is just me. Some more tips and tricks and some letters to the editor and that was it. The August issue of Knipmode ends here and I am quite happy with it. There were loads of nice designs and I will certainly use some of the given ideas for my own projects. The September preview promises 18 pages of winter fashion, dresses in print designs and Oprah-inspired plus size fashion. I am intrigued.

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