Butterick B 6844

Fertig: die Jacke für den Gatten. Eigentlich als tragbares Probemodell geplant wurde sie für den Mann gleich zum Lieblingsstück.


Schnitt: Butterick B 6844, gekürzt zur Jacke, Kragen umgedreht angesetzt; Stoff: BW-Köper vom Stoffmarkt im Mai. Der Gatte nennt diese Farbe in Erinnerung an den Wehrdienst steingrau.

B 6844 ist ein Priestergewand und auf der Butterick-Homepage bei den Helloween-Kostümen gelistet, aber uns gefiel die schmale Knopfleiste so gut, dass ich das Muster mal bestellt habe. Angekommen, war ich positiv überrascht, dass das Modell von der Ausstattung und Verarbeitung her keineswegs den Eindruck von Verkleidung machte. Ich denke eher, dass das schon als reguläres Priestergewand gedacht war und nur in der Kostümabteilung recycled wurde. So wird z. B. Rosshaareinlage verarbeitet, ein Teilfutter eingesetzt und es sind Taschen eingebaut, in die alle Todsünden, Plagen und das gesamte Neue Testament reinpassen. (Die Taschen haben nämlich Buchformat.)

Das Schnittmuster war im Großen und Ganzen sehr gut und einfach zu verarbeiten, einzig beim Ansetzen der Manschetten und des Ärmelbelegs habe ich die Anleitung im ersten Anlauf logisch nicht verstanden, hab mein eigenes Ding statt dessen gemacht, gemerkt, dass es Blödsinn ist und dann mit dem Problem vor Augen die Anleitung doch verstanden.😀
Gepfuscht und gefriemelt werden musste am Futter in Bezug auf die Kellerfalten, weil ich hierfür noch keine komplett befriedigende Methode gefunden habe. Meine momentane Lösung ist, das Futter im Rücken genau wie das Jackenrückenteil zuzuschneiden, die Falten jedoch statt auf der linken auf der rechten Futterseite festzunähen. Das ist nicht ganz schön, liefert mir jedoch die erforderliche Saumweite und die Falten von Stoff und Futter stehen nicht so stark voneinander ab wie anders herum.

Bei der Produktion dieser Jacke habe ich auch zum ersten Mal einige Techniken aus dem Tailoring-Buch verwendet und z. B. zu vernähende Einlagen mit Handstichen angebracht und die Säume leicht nach innen gebügelt.
Besonders gut gefallen hat mir das Verarbeiten der nicht einzubügelnden Einlage. Ich kann es nicht genau erklären, aber nach meinem Empfinden fühlt sich diese Version der Verstärkung irgendwie besser an. Als würde sie eben eher in so eine Jacke gehören.

Alles in allem bin ich mit der Jacke ziemlich zufrieden, der Gatte liebt sie und günstig war sie obendrein. Der Stoff kostete 6 €, das Futter 4 €, die Einlage… hmm… vielleicht einen Euro und die Knöpfe sind von einer alten Cargohose recycled. Rechnen wir noch großzügig Garn dazu, sind das Materialkosten von 12-13 €. Das ist doch okay.

In einer längeren und etwas angewandelten Version werde ich die Jacke nochmals nähen, wobei die Knopfleiste, die uns so gefallen hat, zum Einsatz kommen wird.


Finished: a jacket for the husband. It was planned as a wearable muslin and came out as his new favourite piece.

The pattern is Butterick B 6844, shortened to jacket length and the collar turned upside down. We purchased the fabric on the occasion of a fabric market which is held throughout Germany by a bunch of mostly dutch mercers during spring and autumn. The fabric is cotton twill in a colour with an untranslatable name. Originally it looks like a greenish grey or a greyish green.🙂

B 6844 is listed as a men’s robe at the butterick homepage but is shown in the helloween section. We liked the button facing a lot so we ordered the pattern and I was taken by surprise that the pattern uses standard sewing procedures and not only some wishy-washy helloween stapling. My assumption is that this pattern has been a regular priest’s robe and is only recycled in the helloween section for it has pockets that are able to hold a bible with aaaaaaall the stories in it (means: huge pockets).
By and large the pattern and the pattern instructions were easy to use and pretty understandable. Only when it came to sew the cuffs to the sleeves I didn’t understand the way to use the facing. I omitted this part of the instructions, went my own way, fell to the ground, read the instructions one more time with the problem I found in sight and instantly understood what they meant.😀
The lining made me fiddle and fumble a bit because of the box pleats. I haven’t found a proper way to line box pleats in a jacket yet so this time’s trial is this:
I cut the lining exactly like the fabric back parts and then sewed the pleats on the right side of the lining instead of on the left. The outcome won’t win me a beauty pageant but it gave me the correct amount of hem width and the pleats of the fabric and the lining do not disturb each other as much as they do when I sew the lining the other way round.

On this jacket I used some of the techniques mentioned in „Tailoring“. For example I hand stitched the interfacing instead of using fusible and I let the hems roll in a little bit. I love the sewn-in interfacing. I can’t describe it but it simply feels better. Like it should be there🙂.

After all I am quite pleased with the jacket. Hubby is in love with it and it was pretty lowpriced as well. The fabric was 6 € in total, the lining 4 €, the interfacing must have been something about a Euro and the thread maybe another Euro or two. The button were taken from an old pair of cargo pants. So the material costs are at 12-13 € in total. That is okay with me.

I’ll definitely sew this pattern once more, in a different version and with the well-liked button facing that is shown on the pattern envelope.

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