Burda 7/2009 – BWOF 7/2009 A review

Nach geraumer Zeit habe ich mal wieder eine Burda gekauft. Der Vorgucker war insgesamt recht ansprechend und selbst in der Moppelabteilung waren ein bis zwei interessante Teile – obwohl es dort natürlich wieder mal herausgeputzt zugeht. Thema dort sind „glamouröse“ Partyhighlights.

Der Titel verspricht unter anderem den neuen „Kolonial-Stil“ (Ja klar, vor allem: neu.), entspannte Jerseyoutfits, Bastelideen und natürlich auch die unvermeidliche Urlaubsmode (seufz.).

Im redaktionellen Teil werden zunächst Kreativ-Trends vorgestellt. Oh, beim Painting ist etwas dabei, was mir gefällt: Bemalen und Glasieren von „Buttons“. Ich werde alt, ich könnte schwören, dass Buttons in den Achtzigern noch Knöpfe hießen. Egal, die Zutaten wandern auf die erweiterte Haben-will-Liste. Die umhäkelte Armreifen von der nächsten Seite sind jetzt wieder mal nicht so meins und ein Pailletten-Kragen als Accessoire wird in diesem Haushalt auch sicher nicht genäht werden, dafür ist die Lederkette auf der gegenüberliegenden Seite ganz hübsch (wenn auch nicht in Gold).

In der Rubrik „Leichter Nähen“ werden Tipps zur Stofflagerung gegeben. Hehe, wenn ich meine Stöffchen auf Papprollen an die Decke hängen würde, würde wahrscheinlich der Himmel über mir zusammenbrechen😉. Die Warenkunde bei „Leichter Nähen“ schwärmt der geneigten Leserin von „guten“ Nähmaschinen vor und hat kein Problem damit, dass das billigste Modell bei 650 ,- € liegt. Ich meine, ja, es ist verdammt cool, eine Highend-Nähmaschine zu haben, aber meiner Meinung nach kann man vernünftige Qualität auch für weniger als 650,- € bekommen. Natürlich ist das dann nicht zwingend ’ne Computernähmaschine, aber soll ich mal was sagen? Ich hab auch keine und trotzdem bin ich mit den Nähten, die mein Schätzchen macht, hochzufrieden. Nach der Schnellverwandlung von seinem zu ihrem Hemd beginnt der Teil mit den Modellen.

Im ersten Thema Urlaubsmode gefällt mir das Design von Wickeltop 124 a und es ist sogar tatsächlich gewickelt und tut nicht nur so. Die Farbbomben auf den nächsten Seiten sprechen mich wiederum nicht so an, wobei Tunika 117 wohl ein Kotau an diejenigen Schlanken ist, die neidvoll die  Moppelversion der Tunika in 4/2009 bestaunten. Huh, das asymmetrische Shirt 120 a gefällt mir gar nicht. Wieso ist das so pluderig? Bei Kleid 123 kann ich mir nicht vorstellen, dass die Quernaht auf dem Busen im wirklichen Leben gut aussieht.

Es folgen Accessoires, Tüddelüt und Neuigkeiten aus der kreativen Welt. He, die Zylinderlampe finde ich witzig und die Einkaufstaschen sind auch nicht schlecht. Allerdings fragt man sich, welche Hobbyschneiderin 5 Einkaufstaschen für 38 € kauft, wenn sie ähnliche Teile für einen Bruchteil des Preises selbst anfertigen kann.

Kommen wir zur Kolonialmode. Ein Kasack? Es kommt anscheinend wirklich alles und jedes wieder in der Mode. Meine Mutter hatte so’n Ding im Schrank, bis ich ca. 4 Jahre als war. Wohlgemerkt, im Schrank! Danach ging das Teil in den Altkleiderbeutel. Bei diesem Thema fallen mir die meisten Stücke weder positiv noch negativ ins Auge, Ausnahmen sind auch in dieser Zeitschrift die Windelhose, hier Sarouelhose genannt (groooooßes Minus), und die Jacke Nr. 101 mit eingeknöpftem Latz (die find ich gut). Diese Latzidee werde ich mir für eine der nächsten Jacken merken. Auch zur Kolonialmode werden begleitende Accessoires gezeigt.

Wie, schon wieder ein Urlaubsthema? Jetzt steht jedenfalls groß: „Endlich Urlaub!“ drüber. Der erste Kandidat hier ist ein Maxikleid in Kurzgröße, das aus einem sehr schönen Stoff genäht wurde, aber leider in der Totalaufnahme meiner Meinung nach seltsame Proportionen zum Vorschein bringt. Vielleicht ist aber auch nur das Foto weniger gelungen. Die V-Blende ist aber ein schönes Detail. Hm, das Wickelshirt Nr. 122 gefällt mir dann wieder, aber ansonsten springt mich in diesem Thema nicht soooviel an.

Weiter geht es mit Basteleien, die Geschmackssache sind und nach drei Seiten voller Geht-so finde ich doch noch etwas, dass mir auf Anhieb gefällt: die strandtaugliche Tasche Nr. 144. Ich hab dafür sogar noch ein passendes Stöffchen im Regal liegen. Hihi, okaaay, von dem, was im Keller im Regal liegt, könnte ich ungefähr 4 dieser Taschen nähen.🙂

Als nächstes widmet man sich wieder der Schönheit und preist diverse Produkte an.

Die Modestrecke „Total entspannt“ lässt mich wünschen, schlanker zu sein, um die Hose 127 tragen zu können. Nee, nicht wirklich. Aber sie sieht bequem und durch das Wickelteil trotzdem spannend aus. Naja, evtl. habe ich ja mal Lust, an dem Schnittmuster herumzuwerkeln. Sowas, die Wickeljacke 126 gefällt mir auch total. Man könnte meinen, ich sei ein Bequemmodemöger😉.

Demgegenüber werde ich niemals ein Bastkörbchenverzierer sein,und aus einem Schnittmuster 4 Tuniken zu bauen reizt mich jetzt auch nicht.

Schließlich und endlich landen wir bei den Möppelken und mir bleibt der Mund offen stehen: eine Paillettenhose? Das war mir in der Vorschau gar nicht aufgefallen. Sowohl mit der Longbluse als auch mit der Paillettenhose kann man mich jagen… aber Shirt 133 a ist ganz hübsch und ich kann mich gerade auch nicht erinnern, so einen Schnitt schon liegen zu haben. Was ’ne Überraschung, dass ich auch 133 b nicht schlecht finde, aber nicht aus Chiffon. Jersey ist der Stoff der Stunde! Kleid 132 geht so, aber 135 ist hübsch. Ich mag, dass das Wickelkleid aus festen Stoff genäht werden kann (das einzige andere Wickelkleid, das keinen Stretch braucht, ist in meiner Erinnerung eins aus einer der Frühlingsknipmoden, keine Ahnung, welcher Monat genau). Die Teilungsnähte sind auch optisch günstig. Jedenfalls für mich. Sauer stößt mir zum Abschluss der Plus-Rubrik allerdings auf, dass neben einem so hübschen Kleid erstmal Werbung für Abnehmpillen gemacht wird. Boah. Leute, die meisten Dicken haben mindestens einmal im Leben mit sich und ihrem Aussehen zu kämpfen gehabt und wenn sie soweit sind, Kleid 135 zu tragen und darin toll auszusehen und sich wohl drin zu fühlen, dann sollte man ihnen nicht gleich auf der nächsten Seite einflüstern, dass sie eigentlich ja auch dünner sein könnten, wenn sie nur die Wunderpillen nähmen. Phhhhhh… und atmen.

So, weiter im Text. Hm, nicht schlecht, als nächstes wird gezeigt, wie man ein Patchworkkissen macht. Ich wollte mich sowieso gerade mit Patchwork vertraut machen, um evtl. für die baldige Baby-Mama-Freundin noch eine Krabbeldecke zu machen. Anschließend gibt es noch Kindermode, einen Batik-Grundkurs (ha, das habe ich wenigstens schon mal gemacht… in den Neunzigern) und eine ausgedehnte Was-ich-schon-immer-mal-für-den-Strand-zusammenklöppeln-wollte-Fotostrecke.

Joah. Mein Eindruck ist ganz gut soweit, einzig diese Diätwerbung regt mich immer noch auf. Ich denke, aus diesem Heft werde ich zumindest 1- 2 Stücke nachnähen. Also ist auch das hier kein Fehlkauf.

I bought the BWOF this month, because the spoiler on the burda website was quite promising to me. I even liked some things from the plus size section although it is again not the kind of fashion you can wear to do the gardening. The plus size title is something like „Glamorous Party Highlights“. Some things never change.🙂

The title page announces new colonial style (what is „new“ to that?), relaxed jerseys, some handicraft work and the inevitable holiday fashion (sigh).

On the first few pages new creative trends are shown, and I like the lacquing of buttons. Never heard of this technique and I think I will try this out some time in the future. In opposition to that I particularly dislike the crocheting around the bracelets and I certainly will never ever wear such a thing as a sequined collar. At least the leather chain isn’t too bad though I wouldn’t make mine in gold.

The „easier sewing“ section is so-so to me. I don’t think the advised storing methods for fabric will help to tidy up my stash. Concerning the sewing machine recommendation: I really doubt that the majority of the readers is able to afford machines for 650,-€ up and I don’t think they are neccessary to come to acceptable sewing results. My Bernette 82 c hadn’t been that expensive and I really like its performance. Okay, it isn’t a computerized one, but I am absolutely convinced that most of the computer goodies are not much used because there is a special stitch for any and every task so you will happen to use them once in about a hundred years.

Now for the July-looks. On the first pages I like the wrap top 124 a, and it is a real, not mock wrap. The gaudy color variations on the next few pages don’t suit my taste. Hmm, tunic 117 seems to be a kowtow to the lean lovers of the plus size tunic in BWOF 4/2009. Dislikes in this department are the asymmetrical top 120 a (why is it so fluffy?) and dress No. 123. I feel the horizontal seam right across the bust doesn’t flatter any human female.

After that another short trip to accessory land. The grocery bags look nice, by the way, but never ever would I spend 38 € on five bags when I can make them myself. Neither would any other BWOF client I think.Now for the „new colonial style“. The tunic 106 seems to me a little bit old fashioned since my mother had something similar in her closet until 1980 or so. She never wore it and then it went to the bag for used clothes donations. After all this part of the magazine holds mostly average patterns. The lowest low (sic!) is another low crotch pair of pants called sarouel pants, the most interesting thing to me being jacket No. 101 from which I love the front underlay. I will use that idea on a jacket come the time.

The next part holds more vacation/ holiday wear. I love the fabric the first maxi dress is made of even though the dress itself seems a little ill-proportioned. Maybe the photo just doesn’t work too well. But I love the V-neck detail on this one. Apart from the dress I like the wrap top N0. 122 and that was it for me in vacation wear.

Okay, more more or less tasteful  handicraft suggestions. After turning some pages I finally find a sewing project with my name on it, beach bag No. 144. A cute white and blue heavy cotton fabric from my stash is calling to be made into this item.

After that more beauty tips.

Entering the quiet zone I wish to be smaller to fit in the trousers No. 127. No, I don’t really wish for that but the trousers look comfy and stylish with the wrap parts. Another great look is the wrap- around jacket N0. 126. Unfortunately I just read a review about this on patternreview.com and it says the pattern is not working too well. But I am still a bit adorer of the easy wear section in this issue.

Not much do I adore the embellishments of  little baskets and the 1 pattern- 4-looks- tunic is not appealing to me.

After that episode we have finally reached the plus size section and I am quite stunned. A sequined trouser? I don’t remember that from the online preview and neither do I like sparkling pants nor the long blouse taht is worn to it.  Shirt 133 a looks fine and comfy to me. (I’m really a comfy lover it seems.) Obviously I also find No. 133 b attractive but I wouldn’t sew it out of chiffon. Should be made in jersey from my point of view😉 A must have is dress No. 135 which can be made of unstretchy fabric. I really like that fact because the most wrap dress patterns I know are only suitable for elastic fabrics. As far as I remember the only wrap dress that doesn’t need stretch is one from a spring Knipmode (don’t recall the exact month but will look for it in the cellar). I also like the dividing seams on this design for those flatter me a lot. Looking on the page opposite to the beautiful dress I’m getting a bit mad. There is an ad for we.ight loss pills. In my opinion it is quite inconsiderate to tell the bigger girls on one page: „Hey, we have this beautiful dress for you“ and on the next page: „But wouldn’t it be better you weren’t in need of plus size.“ I am disgruntled. Really.

Forgetting about di.eting pills for the moment and progressing there is a patchworking instruction I could use because I was thinking of making the friend’s baby a little blanket. Further on they have children’s wear, batik dyeing 101 (ha, i did that in the nineties) and instructions for accessories to wear on the beach.

That was it. After all I’m pleased with the amount of design and detail ideas I like but I am still upset when thinking about the pill ad. Propably I will sew 1 or 2 patterns from this issue so it is not a flop.


6 Gedanken zu “Burda 7/2009 – BWOF 7/2009 A review

  1. Hehe. Schade, dass Dein Shirt nicht als durchschlagender Erfolg direkt aus dem Heft in den Kleiderschrank hüpfen konnte. Wär’s nicht so ärgerlich, könnte man die Riesen-Burdaausschnitte schon fast als Markenzeichen betrachten.

  2. Versteh‘ ich. Ich guck‘ bei der Burda auch immer lieber rein, bevor ich sie kaufe, und da es sie in jedem zweiten Supermarkt gibt, geht das ja auch unproblematisch. Beim Schicken lassen gefällt mir eigentlich am besten, dass man das Heft 2 Tage früher in Händen hat. Ich bin doch so ungeduldig…:)

  3. Hehe, kann ich auch verstehn🙂 es ist auch angenehm, sie im Briefkasten zu haben und gleich beim Frühstück darin zu stöbern🙂

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