Wieder da. Alles bleibt anders.

Heyho. Long time no see, aber es gibt mich noch. Im letzten Jahr ist so einiges passiert und dabei ist sowohl mein Elan zum Nähen als auch der zum Bloggen deutlich auf der Strecke geblieben. Dabei könnte ich soviel erzählen: Wir sind umgezogen, mein Nähzimmer ist jetzt oberirdisch und viel schöner als vorher, auch wenn ich dem Gatten etwas von meiner Zimmergrundfläche für eine Dunkelkammer abgeben musste *schmoll*.

Ansonsten habe ich im letzten Jahr zwei Entdeckungen im Internet gemacht, die ich ganz schön finde. Zum einen ist das Pinterest (ja, ich brauch’ immer etwas länger, um mit so neumodischem Krams warm zu werden) und zum anderen Kleiderkreisel. Das ist eine Art Online-Flohmarkt für Klamotten inkl. eines angeschlossenen Forums. Schön, um ausgefallene Klamotten zu erstehen und im Forum schätze ich besonders den OOTD-Moppelthread wegen der Inspirationen, was einem stehen könnte etc.

Seit ich regelmäßig in den Thread schaue, spiele ich mit dem Gedanken, hier evtl. auch eine Outfit of the Day-Rubrik zu machen. Mal schauen, ob ich das umsetze… mal schauen, ob das hier mehr so zum allgemeinen Lebensblog verkommt :); gerade sehe ich mich zum Beispiel in einer Phase ambitionierten Gärtnerns, und das, obwohl wir nur einen popeligen Balkon haben. Nichts desto trotz würde ich am liebsten Bilder von meinen erbärmlichen Versuchen überall im Internet plakatieren.

Joah… ansonsten war ich immerhin diese Woche schon an der Nähmaschine, denn ich habe die ehrenvolle Ausgabe, etwas witterungsbeständigere Polsterhüllen für die Balkonbank zu fertigen. Ich hatte ganz vergessen, wie sch*** ich Kunstleder finde. Fotos vielleicht demnächst, falls meine Motivation anhält.

BurdaStyle 06-2012-138.

Back. Ich weiß, manchmal isses hier extrem still. Dieses Mal ist nicht das Spinnen schuld, sondern die Tatsache, dass die Mode, die momentan so in den Geschäften rumhängt, imho extrem hässlich ist. So sah ich mich gezwungen, mal wieder einen Ausflug in den Keller zu machen und die Sommergarderobe selbst herzustellen. Das Kleid aus der Vormonatsburda war ja schon ein Anfang. Darauf folgten zwei T-Shirts, über die ich den Blogeintrag irgendwann noch mal fertig schreiben muss und nun habe ich mich mal wieder an eine Hose gewagt.
Wer hier schon länger liest, weiß, dass für mich das Nähen einer einigermaßen gut sitzenden Hose der Hexerei gleichkommt und ich bewundere jeden, der die Geduld hat, Hosen anzupassen. Gleichzeitig wurmt es mich wahnsinnig, dass ich keine Hosen kann und so packt mich ca. einmal pro Jahr der Ehrgeiz, ich versuche es mit einer Hose, die wird nix, ich schmeiß’ die Hosen und die ca. 5 Bücher zu Passformänderungen in die Ecke und begebe mich an ein entspannenderes Unterfangen.

Die Hosenherausforderung für dieses Jahr fand ich in der aktuellen Burda, nämlich den Schnitt 138. Ob nun A oder B, kann ich nicht sagen, denn ehrlich gesagt ist mir kein Unterschied aufgefallen. Abgepaust, Schnittänderungen gemacht, die da wären: + 3 cm für den runden Hintern an der Schrittnaht auf Hüfthöhe, 1 cm für Mopsi-Schenkel am hinteren Schrittzipfel. Zuerst hatte ich auch noch für vorspringende Oberschenkel ein bisschen was am vorderen Schrittzipfel zugegeben, aber das erwies sich am Probe-Bein als zu bollerig, also hab ich die Änderung wieder rausgenommen.
Designmäßig hat mich die Frage, wo zum Henker diese Hose denn eigentlich sitzen soll, länger beschäftigt. Der Schnitt sieht einen 25 cm hohen Dehnbund aus Elastikjersey vor, die Probehose saß bei mir aber schon ohne den Bund auf Normalhöhe an Schritt und Hüfte. Nachdem ich die Frage mal ins Hobbyschneiderin-Forum geworfen hatte, kam die erwartbare Resonanz, dass man die Hose tragen kann wie man will, und so habe ich mich schlussendlich für folgende Kompromisslösung entschieden. Dran ist nun ein ca. 10 cm breiter Bund aus Sweat mit Gummizug hinten und einem Tunnelzug, damit die Hose nicht nach zwei Stunden in Kniehöhe durch die Gegend schlört. Ich traue dem Sweat irgendwie nicht zu, die Hose einen ganzen Tag lang auf Taillenniveau zu halten. Am Ende sieht’s dann so aus:

Ich bin nicht frustriert! Vielleicht lässt sich das Hosentrauma langsam überwinden?!

Heute gibt’s nur ein Bild, denn die Digitalkamera liegt offensichtlich in den letzten Zügen und mit dem Handy hätte es nur staubige Spiegelbilder gegeben. winkt zum Gatten: Ich glaub’, nu’ isse wirklich hin.

Back. Long time no see, I know. I was busy sewing in the cellar as I cannot bring myself to buy the clothes that are currently on the racks in the shops. To/ on me the current fashion looks hideous. Is it just me? Anyway, after last post’s dress I made two t-shirts and then I made my yearly attempt on trousers. If you read here more often you may recall how I dread sewing trousers. I love making jackets and fiddling with the details there but I hate fitting trousers with a passion. It always seems that I can read just about any pants book under the sun but trousers would fit my crooked lower half for the life of me. Nonetheless about once a year it bugs me so much that I give pants a try. That usually end with a frustrated Phem and the pants fitting books and the mangled fabric thrown into a corner.
This year’s trouser fitting challenge was posed by BurdaStyle 06-2012-138. (I cannot say whether I made look A or B because frankly I didn’t see a difference.)

I copied the pattern pieces aand altered the crotch seam for a round bottom and added a bit width at the backlegcrotchedgethingiewhich’snameIdon’trecallproperlyatthemoment. At first I also added a bit on the front leg crotch thing for protuding thighs but that panned out way too roomy so I got rid of that alteration.

Design wise I was a bit puzzled by the question how these pants are supposed to fit. Burda adds an elastic knit waist band of 25 cm width to the pants but when I was trying on the muslin the regular fabric already sat what I deemed correctly at crotch and waist level. After consulting the German sewing forum I went for a compromise and added an approx. 10 cm sweat knit waist band with elastic in the back and a drawstring. I just didn’t trust the sweater knit to hold the pants at hip level for a whole day and I didn’t want to end with the waist band bunching around the knee. Out came the pants you see in the picture. Today it’s only one picture as the camera is nearing death. And you know what: I think surely but slowly I am overcoming the pants trauma. I actually like this garment!

BurdaStyle 05-2012-139. WiP-Report :)

Heute gibt es mal einen Tipp- und Näh-Beitrag.
Ich will schon wieder ein Kleid. Schuld ist dieses Mal die neue BurdaStyle, denn sie zeigt ein einigermaßen vielseitiges Kleid mit halbwegs freien Schultern, und es ist nicht aus Jersey. Laut Nähheft braucht der Schnitt nicht mal Stretch, allerdings habe ich mich für einen Baumwollstoff mit einem geringen Stretchanteil entschieden, weil sich ja momentan so circa alle 5 Minuten meine Maße ändern. So fühlt es sich jedenfalls an und ich erhoffe mir, durch den Stretch die an der Hüfte 2 cm zu kleine Version jetzt schon tragen zu können, ohne dass es gleich nach Pelle aussieht und es dafür dann auch in 5 cm weniger sitzt. Man wird sehen. Praktischerweise ist mir das passende Stöffchen gerade Samstag in die Tasche gehüpft. Der Stoff ist ganz hübsch gemustert, aber ich glaube, das kann man auf dem Foto nur mit Adleraugen erkennen. Dabei hab ich extra zur Abwechslung mal einen fröhlich dunkelgrauen Stoff mit schwarzem Muster gewählt :D.
Der Schnitt ist schnell abgepaust, sind ja auch nur vier Teile ohne größere Details, und nachdem ich die Schnitteile ein bisschen hin und hergeschoben habe, war das ganze dann auch fix zugeschnitten. Oh, und Schrägstreifen… die hab’ ich natürlich vergessen.

Diese Schrägstreifenverarbeitung für die Unterkante des Armloches ist eine Premiere für mich. Zuerst konnte ich mir nach der Beschreibung nicht vorstellen, wie man die Schrägstreifen um die Kante frickeln soll, um am Ende eine akzeptable Versäuberung heraus zu bekommen. So habe ich mich an dieser Stelle Stück für Stück an der Anleitung entlang gehangelt und siehe da: Es klappt! Im Nachhinein glaube ich, meine Verständnisprobleme hingen daran, dass Schrägstreifen in meinem Gehirn immer sofort mit diesem schon eingeklappten Schrägband, das man fertig kaufen kann, assoziiert werden. Dadurch kam in meinem Gehirn beim geistigen Nachverfolgen immer eine sichtbare Bandkante auf der Außenseite des Kleides raus und das irritierte mich.


Ha, fertig, und ich bin mal wieder ohne Reißverschluss davon gekommen. Irgendwie freue ich mich immer darüber, obwohl es eigentlich kein Akt ist, einen RV in ein Kleid zu nähen. Vielleicht habe ich irgendwo Schwaben im Stammbaum ;). Das Kleid hat inkl. Abpausen der Schnittteile bei mir ca. 5,5 Stunden Zeit gebraucht, und auf das Reinfrickeln der Ausschnittgummis hat davon mindestens eine Stunde in Anspruch genommen. Memo an mich: Nächstes mal nicht ganz so geizig mit den Nahtzugaben sein, dann wird das Einziehen eines Gummis nicht zum Kraftakt.

Änderungen:
Hohlkreuzanpassung auf Taillenhöhe, 2,5 cm
An der Hüfte um eine Größe ausgestellt + 3 cm für einen runden Hintern an der hinteren Mitte auf Hüfthöhe zugegeben.

Ergebnis: Befriedigend :D. Vernünftige Fotos gibt’s, wenn die Schneiderkreide ausgewaschen ist.


This is a type’n sew post.
I want a new dress. Again, which is BurdaStyle’s fault as I fell in love with dress 05-2012-139. It is a design with a wide neckline and it is not made of jersey knit for a change. In fact the pattern doesn’t even require a stretch fabric but I went with a cotton/lycra blend (purchased on Saturday) anyway because my measurements change like every 5 minutes at the moment and I hope I can wear this dress at least one season without it fitting like either a sausage casing or a potato sack. So I’m pinning my hope on that wee bit of lycra and go with the size that is 2 cm too small according to the size chart. We’ll see how that pans out. The fabric is a in a very dark grey and features a cute black pattern but I’m sure it isn’t very easy to see in the pic above.

Tracing the pattern didn’t take too much time as there were just four pattern pieces and cutting the fabric didn’t take much longer. Oh, and some bias strips are needed which I first forgot to cut – as always :).

The bias strips are used to finish the under arm part of the arm hole, and reading the description I am having a hard time imagining how things are supposed to be. Sigh.
After following the instruction bit by bit and piece by piece, I got the under arm finishing right. I just struggled with the task because my brain always equals bias strips with storebought bias band. You know: the stuff that comes alredy folded three times?! and as a result in my mind I always ended up with the bias strip showing on the outside of the dress.

Ha, DONE! And once againg I didn’t need a zipper in that dress. Somehow I am always absurdly and ridiculously happy when I am “saving” the zipper. (Not that it is that much effort to sew it in.)
All in all the dress took about 5,5 h from start to finish, and a good hour of this I spent wrangling with pulling the elastic thorugh the casing. Memo: Don’t be so cheap. It doesn’t harm to cut on a wee bit more of a seam allowance and pulling the elastic thorugh wouldn’t become this much of a fight. Meh.

Alterations I made:
Swayback adjustment at waist level 2,5 cm
+ 1 size at hip level to accomodate broad hips and + 3cm at hip level for a round bottom.

The result is a nice dress and a happy seamstress.

Wieder Geld gespart.

Gerade wurde ich nachhaltig abgeschreckt, Geld für ein Schnittmuster auszugeben, da die Größentabelle des Independent-Shops für die Moppelgrößen dank der Zalando-Werbung, die nicht wegzuklicken war, nicht lesbar war. Ich hoffe, man hat Freude an den Werbeeinnahmen. Und ich hab’ wieder was gespart. Hurra.

Knipmode April 04-2012- A review…

oder auch: Mann, bin ich alt. Aber dazu später mehr.

Die Aprilausgabe der Knipmode ist die letzte meines Abos, und als ich neulich die Vorschau zu Gesicht bekam, reute mich die Kündigung schon ein bisschen, weil es gaaaaanz viele XL-Modelle in dieser Ausgabe geben sollte.

Jetzt, wo ich das Heft in den Händen habe, ist die Reue nicht mehr ganz so ausgeprägt. Einige der XL-Modelle gefallen mir ganz gut, so z. B. der Trenchcoat Nr. 31, den sie im Heft auch noch aus Streifenstoff zeigen. Hach, gerade so schön schwarz-weiß gestreift ist der ja genau nach meinem Geschmack. (Wenn ich dann aber daran denke, dass die Jeansjacke, die ich heute gerne angezogen hätte, jetzt auch schon eine Woche lang unangetastet an der Nähmaschine liegt, sieht so’n Streifenmäntelchen mehr und mehr nach Tagtraum aus. Hatte ich in diesem Post schon seufz gesagt? Nicht? Seufz.)

Den Jeansrock für Moppel (33) in A-Linie finde ich auch nicht schlecht – kann ich aber mit meinen puckligen Beinen natürlich nicht anziehen. Hmm… die Anzughose mit weitem Bein (38) und das obligatorische Kinners-es-ist-Frühling-Hemdkleid gefallen mir auch noch. Wieder dabei bei Plus-Schnitten ist das ewige Knipmodejerseykleid mit Faltengedöns. Als ich am Anfang die Knip für mich entdeckte, fand ich es ja toll. Über den Zeitraum von drei Jahren nimmt bei der gefühlt zwanzigsten Variante dieses Hängerchens die Begeisterung allerdings merklich ab. Njaaaa.
Ganz schrecklich finde ich auch den neuen Trend, dass die Rückseite einiger Shirts ca. 5 cm länger ist als die Vorderseite. Vor ein paar Monaten hatte ich so’n Teil mal bei H&M an und für mich hat es das eigentlich toll sitzende Oberteil untragbar gemacht. Gerade seitlich sieht das an mir aus wie gewollt und nicht gekonnt. Jedenfalls wird dieser Trend auch als Plusmodell aufgegriffen.

Die Schnittmuster in den Normalgrößen machen mir klar, dass ich sch…weinealt bin. Die Farbkombinationen, die Schnittführung, eigentlich alles lassen schlimmste Erinnerungen an die Endachtziger/ Anfang Neunziger wach werden. Overalls, kragenlose Jacken: Wer das damals noch nicht bewusst erlebt hat, findet’s vielleicht nett. Ich fand’s schon damals gruselig. Spitzenreiter im Zoo der Sentimentalbekleidung ist Oberteil Nr. 15 mit Fältchen vorne und – haltet Euch fest- Knopfleiste im Rücken. Will jemand mit mir intonieren? Jump,Jump… Kris Kross will make you… jump, jump!

Für die, denen es kein Begriff ist, hier noch ein Schnipsel von youtube. Die Jungs haben ihre Klamotten ja auch gerne falschrum angezogen. Das sah übrigens schon an 13-Jährigen bekloppt aus und eher so, als wüssten sie es nicht besser.

Lobend zu erwähnen sind aus meiner Sicht die gerade geschnittene Hose Nummer 24, bei der ein bisschen mit den Details gespielt wurde und erstaunlicherweise mal wieder das Raderloos-Kleid: Oben ein schlichtes, weit ausgeschnittenes Shirt, tiefergelegte Taille in schwarz, Rechteckrock mit Walla an der Seite. Wenn man auf die Zipfelecken, isses nicht schlecht.

Nächstes Mal, in der Mai-Ausgabe, gibt es für alle, egal in welcher Kleidergröße, Blumen. Und nun macht’s mir nichts mehr aus, das Abo gekündigt zu haben.

or talking about a magazine that makes me feel old. But I’ll come back to that later on.

This is the last issue of my lapsed subscription and when I was able to glimpse at the preview I wasn’t sure to have made the right decision. Now, with the magazine in my hands, I’m pretty convinced that current fashion is just cut out for my style so I won’t miss much.

This month Knip offers loads of plus size patterns (I think 12 or so?). Some are very cute like the trenchcoat No. 31 shown in striped fabric. Considering that the jeans jacket I am currently working on has been lying around for about a week without being touched Making a coat like that seems like a dream at the moment. The Aline skirt No. 33 is also very nice and I like the wide legged trousers (no. 38). The shirt dress for plus sizes is also pretty decent whereas I cannot stand the obligatory jersey dress with various folds any more. When I first discovered Knipmode I love the zombie Jersey dress because It was so different from Burda’s office chic. Three years and 20 versions of an easy-to-wear plus sized jersey dress with various pleats later I am BORED out of my skull.
Also annoying: the new trend to let the backside of a top end about 5 inches under the front side seam. I tried something cut similarly on a few months ago at H&M and I found it utterly hideous. It was a shame because the rest of the garment was perfect just the hemming thing made it a No-Go. Anyway, if you’re plus sized and like the look, there’s a pattern for that in this issue.

Looking at the regular sized pattern I com to the conclusion that I am finally old. The colours and the way they are combined, the way things are cut… It all screams “Good bye Eighties, here come the Nineties!”. Overalls, collarless jackets- yuck! I didn’t like that stuff even back then. The pattern that takes the biscuit in this respect for me is top no. 15. Pleats in the front and in the back- wait for it – it is buttoned down. Anyone else thinking of Kris Kross at the moment? Wanna sing along? Just hit play on the youtube video.
Jump, jump… Kris Kross will make you jump, jump…

Ah, good times. Except: not.

After all that ranting I have to admit that some of the items are really cute. Honorable mention go to pants No. 24 (straight legged with nice details) and the raderloos pattern for its sleek design and the appealing colour blocking. I am not a fan of handkerchief hems may they one sided or balanced on both sides of the garment but the rest of the rest is beautiful.

In may the general theme seems to be flowers, and here I am… no longer sad because I let the subsription lapse. :)

Schlechte Foddos von wenig Fortschritt./ Bad pics of little progress.

Ich dachte, ich zeig’ mal, warum es hier momentan wieder arg still ist. Irgendeine Ausrede gibt es schließlich immer, ne? :)

Ich stricke an einem Beatnik aus der Knitty herum. Das Ganze ist ein Spinn und Strick-Unternehmen, bei dem ich schon mal mit dem Stricken angefangen habe, bevor die ganze Garnmenge gesponnen ist. Ansonsten würde nämlich sogar mir im Verlaufe von diversen Hundert Gramm Merinokammzug beim Spinnen irgendwann mal laaaaaaangweilig.

Den Kammzug hat mir der Gatte zu Weihnachten verehrt und die Farbe ist viel viel toller als auf dem Foto. Eigentlich ist es ein Dunkelgrün, aber je nach Lichteinfall kriegt die Wolle so einen senffarbenen Schimmer. Ich find’s hübsch.

Das Strickmuster gefällt mir eigentlich ganz gut, aber es gibt ‘ne fiese Falle. Ich für meinen Teil habe festgestellt, dass die Größen entschieden zu groß ausfallen und es gibt auf Ravelry Berichte anderer Stricker, die genau das Gleiche festgestellt haben. (Hab’ ich natürlich erste gelesen, als ich schon bis knapp unter die Ärmel fortgeschritten war – beim ersten Mal. Seufz.) Beim zweiten Anschlag habe ich die Größe 15 cm kleiner als meinen tatsächlichen Hüftumfang gewählt, und was soll ich sagen: Es ist immer noch gut Platz. Nicht so viel zu viel, dass ich den Pulli zum zweiten Mal aufribbeln werde, aber Platz satt. Und ja, meine Maschenprobe war exakt richtig (, was mich selbst wohl am meisten überrascht hat).

Hier ein schlechtes Foddo von der Anprobe der angeblich 15 cm zu kleinen Version und ein schlechtes Foddo vom gesponnenen Garn.

I thought I’d show you the reason for momentary radio silence on this blog. There’s always some kind of excuse, right? ;)

I am knitting (and ribbing…and knitting) a Beatnik from a Knitty issue at the moment. I made it a knit while still spinning project because even I tend to get bored in between spinning several 100 grams of merino combed top.

The combed top is a xmas present from the husband and the colour is just gorgeous (much better than on the photo). It is a dark green but depending on the light it features a mustardy shine. I love it. (Is mustardy even a word?)

The knitting pattern is pretty decent as well but there is one BIG catch to it: It runs laaaaarge. Large as in “I chose the size 15 cm too small for my hips when casting on the second time and the outcome is still roomy. While my gauge was spot on. Hm… Other knitters on Ravelry made the same experience but of course I didn’t read that until my first version of the sweater was knit up to an inch under the arms because I am smart like that. BTW the first pic shows the second version that should have been 15 cm too small in hip according to the measurements, only: it isn’t. It rather feels as if there was still a lot of space. The second pic shows the yarn but it doesn’t do the colour justice.

Oh, und was anderes hab’ ich auch neulich noch gesponnen. Inspiriert durch eine Ravelry-Spinnerin habe ich hier Merino mit Farbverlauf von hell nach dunkel… oder andersrum… produziert. Ich find’s ganz hübsch, aber das Original der Ravelry-Lady war noch wesentlich schöner.

Oh, and I spun something else which I am a little proud of. Inspired by a ravelry spinner I spun a gradient 2-ply from merino combed top. I think it’s cute though the original was way more impressive.

Creativa-Besuch./ Visiting the Creativa fair.

Meine Füße tun weh, denn ich bin heute auf der Creativa gewesen. Ich dachte mir, wenn schon so eine Handarbeits-/Kunsthandwerksmesse bei mir umme Ecke statt findet, kann ich mir das Spektakel auch mal angucken. Man ahnt, es war mein erster Besuch ;). Insgesamt fand ich es sehr spannend, wenn auch nicht all meine klammheimlichen Erwartungen so erfüllt wurden, wie ich mir das gewünscht hätte. Mich hat in diesem Jahr nämlich vor allem das Spinnen bewogen, mir die Messe mal anzugucken. In meinem Umkreis konnte ich bislang noch keinen Laden, der Spinnfasern anbietet, auftun, weshalb ich bislang immer online gekauft habe und ich hatte die Hoffnung, dass einer der drei Anbieter für Spinnfasern auch ein paar ungewöhnliche Fasern mitbringt. Ja, näääää. Mehr so nicht so. Ein Stand hatte auch ein paar Locken da, was mich olles Stadtkind natürlich faszinierte, aber ansonsten war es eher Merino allenthalben. Dieser Umstand hat mich aber nicht vom Kaufen abgehalten:

My feet are aching because I went to the Creativa fair today. The Creativa is a craft supplier’s/ crafter’s/ artist’s fair in Dortmund, Germany which is held once per year.
I have never been to a crafts’ fair before :) and I found it very interesting even though not all my secret dreams were fulfilled. Spinning fibers were my most desperate need as I haven’t found a shop for those yet that is even remotely local to me. So I was hoping to be able to take a look at different sorts of spinning fiber but actually the three spinning fiber sellers brought mostly merino. One booth had locks but that was about it. As I am who I am that didn’t hinder me from buying, though (Handpainted Merino from a very nice Dutch seller).

Die Schaufläche der Handspinngilde fand ich natürlich auch super und ich hab’ zum ersten Mal eine Buch-Charka in Aktion gesehen. Als ich Bilder von so einem Gerät im Internet gesehen habe, war ich fasziniert und habe immer vorzustellen versucht, wie wohl das Arbeiten mit so einem Teil ist. Heute hat eine Frau so’n Ding bedient und das Zugucken war mega-spannend, gleichzeitig aber auch ernüchternd, denn- ich traue mich kaum, es zu tippen und ich meine auch schon fast den erleichterten Seufzer des Gatten zu hören – für mich ist so eine Charka höchstwahrscheinlich nichts. Der Arbeitsvorgang ist dem Spindelspinnen wesentlich ähnlicher als dem Spinnen mit dem Spinnrad, und dieses Abgehackte gefällt mir nicht so gut. Beim Spinnen mit dem Rad trete ich mich gewissermaßen in so einen Flow, wodurch das Ganze unglaublich entspannend wird. Hmmm… schade. Wenn wir mal viel zu viel Geld haben sollten *lach*, guck’ ich mir die Charkas vielleicht doch noch mal an.

The show floor of the hand spnning guild was also very interesting for me as I could watch someone using a book charka for the first time in my life. I saw pictures of charkas on the web and tried to imagine how such a thing works. It’s really fascinating but unfortunately I think this version of spinning isn’t for me. The process is a lot more like spinning with a spindle than on a wheel and I like the continuity of wheel spinning soooo much… it is so relaxing for me. If we ever win the lottery I might take another glance at the charkas, though.

Öhm, ja. Soviel zum Spinnen. Ansonsten waren unglaublich viele Perlenstände da, und bei einigen musste ich auch zugreifen. Hier ist die Ausbeute vom Extrem-Günstig-Stand mit den Paranoia-Perlen (Wow, ein Stabreim. Ist ja wie bei den Öffentlich-Rechtlichen hier):

Mich starren von den Strängen ja hunderte von Augen an, aber das kann auch gut an mir liegen. :D

Now for something completely different: Beads. There was a huge amount of bead sellers and at some booths I had to buy something. This is the loot from the cheapo seller that offered paranoia triggering beads ;). when I look at these strands it feels like hundreds of eyes are watching me.

Neben einigem anderen Perlengeraffel habe ich mir am vereinsamten Bodo-Stand noch ein gebrauchtes Strickbuch gekauft.

Other than that I bought an old knitting book.

Fazit: Die Creativa war für mich sehr interessant. Die Angebote reichen von gut bis hin zu völlig überteuert und ich war überrascht, wie viele Stände “fertige” Kreativität anbieten, sei es Schmuck, oder Taschen oder Klamotten. Beim Schmuck wäre ich auch beinahe noch schwach geworden, aber ich konnte mich gerade noch bezähmen.

Resume: I liked the Creativa. The offers were mixed, there were great deals als well als high prices :) and I was surprised how much sellers of “already done” creative products there were. You were offered loads and loads of jewellery, bags and clothes. Some of the jewellery struck my fancy but I managed to get away without buying anything.